Zum Erfolg von Wolfgang Klein
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Wenn meine Arbeit von den Kunden angenommen wird und sie zufrieden sind, sehe ich das als Erfolg - und Erfolg beruhigt.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ganz einfach: gute und genaue Arbeit. Wir achten auf beste Qualität.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Leider zählt in unserer Branche oft nicht die Qualität der Arbeit, sondern einzig und allein der Preis. Viele Kunden klappern eine ganze Reihe von Werkstätten ab, bis sie den günstigsten Anbieter finden - Qualität und Service spielen dabei keine Rolle. Es gibt immer mehr Werkstätten, jeder darf heute eine Firma aufmachen, und viele davon kümmern sich nicht einmal um die gesetzlichen Auflagen und Vorschriften. Der Kuchen wird also ständig kleiner, gleichzeitig haben die Leute immer weniger Geld zur Verfügung. Das meiste Geschäft läuft heute ohnehin bereits über Versicherungen.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Unsere Mitarbeiter sind zum Großteil schon viele Jahre im Betrieb. Mitarbeiter, die kurzfristig dazustoßen, halten sich meist nicht lange, weil die Latte in puncto Leistung und Qualität bei mir relativ hoch liegt. Es ist nicht leicht, meine Stammannschaft zu komplettieren. Ich suche zum Beispiel seit einiger Zeit einen verläßlichen Lackierer, aber gutes Fachpersonal ist eben schwer zu finden. Dazu kommt, daß unser Standort nicht unbedingt zentral ist, was auch viele potentielle Mitarbeiter abschreckt.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Bei guten Leistungen bedanke ich mich und spreche das Lob direkt aus. Auch wenn ein Mitarbeiter an seinem Privatauto etwas zu reparieren hat oder sich einen Lastwagen ausleihen möchte, ist das kein Problem. Außerdem zahlen wir - im Vergleich zu vielen anderen Werkstätten - sehr ordentliche Löhne.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Wir erbringen solide, gute Leistungen - und zwar rasch. In den meisten Fällen braucht der Kunde sein Fahrzeug dringend, daher versuchen wir, lange Wartezeiten zu vermeiden, und achten dabei trotzdem auf Qualität. Meine Mitarbeiter sind ebenso wie ich bereit, in dringen Fällen die notwendigen Überstunden oder Wochenendschichten einzulegen. Ich kann mich auf meine Leute hundertprozentig verlassen. Außerdem sind wir nicht auf wenige Marken spezialisiert, sondern bieten Spengler- und Lackierarbeiten für sämtliche Autotypen an.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich arbeite im Betrieb voll mit und bin für alle Spenglerarbeiten zuständig. Daher ist es nicht immer einfach, Beruf und Privatleben gut zu vereinbaren.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Ich lese natürlich Fachzeitschriften, außerdem bringen die Außendienstmitarbeiter der Lackfirmen regelmäßig die Neuheiten ins Haus und stellen ihre aktuellen Produkte vor. Momentan ist die Umstellung von Acryl- auf Wasserlack der neueste Trend. Schulungen werden speziell auf dem Lackiersektor angeboten, an denen aber in erster Linie die Mitarbeiter teilnehmen. Ich kümmere mich ausschließlich um die Spenglerei.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Ich rate niemandem dazu, in die Autoreparaturbranche einzusteigen. Aufgrund der oben genannten Probleme wird es immer schwieriger, sich in diesem Gewerbe erfolgreich am Markt zu behaupten. So wie es aussieht, wird auch keines meiner Kinder den Betrieb übernehmen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Mein wichtigstes Ziel ist es, den Betrieb zu erhalten, bis ich in Pension gehe. In unserer Branche gibt es immer wieder Höhen und Tiefen, und ich möchte möglichst gut über die Runden kommen.
Ihr Lebensmotto?
Schau nach vorne, nicht zurück.