Zum Erfolg von Lucie Bräuer-Fränzl
Was verstehen Sie persönlich unter Erfolg? Den gewählten Beruf bis heute auszuüben und das Wissen weiterzugeben. Dies gelingt mit Liebe zum Beruf, durch Freude an der Tätigkeit, mit Durchhaltevermögen und mit Ehrgeiz. Das Talent und die körperliche Konstitution gehören auch dazu.Gab es Niederlagen und wie gehen Sie damit um? Ja, die hat es gegeben, speziell während meiner aktiven Zeit als Ballettsolistin, man lernt damit umzugehen. Es ist ein Lernprozeß, wichtig ist sich nicht fallen zu lassen.Woher nehmen Sie die Kraft? Aus der Freude an der Tätigkeit. Diese Einstellung und dieses Empfinden hatte ich bereits seit meiner frühesten Kindheit, in der ich als Ballettelevin tätig war.Gab es für Sie Vorbilder? Ja, aber es waren zu viele um sie zu nennen. Mein Mann war seinerzeit ein ganz wichtiges Vorbild für mich. Bedingt durch seinen Einsatz, seine künstlerische Qualifikation und seinen Ehrgeiz hat er mich sehr beeindruckt.Wodurch unterscheiden Sie sich vom Mitbewerb? In meiner Tanzschule wird großer Wert auf entsprechende Kleidung gelegt. Speziell in den Junioren-Anfängerkursen sind Handschuhe Pflicht. Die Möglichkeit den Gesellschaftstanz zu lernen, gibt es auf Grund des entsprechend umfangreichen Kursangebotes vom Kleinkind bis zu den Großeltern.Wie sehen Sie Familie und Beruf? In meiner Ehe ließ sich Beruf und Privatleben nicht trennen, da mein Mann und ich im selben Fach tätig waren. Auch in meinen Kinder- und Jugendjahren war für mich immer das Ballett wichtig, das ist soweit gegangen, daß meine Eltern aufs Land fuhren und ich in Wien bei meiner Großmutter blieb, da ich Auftritte hatte. Ich wollte jede Gelegenheit nutzen um von den Kapazitäten etwas zu lernen. Ich vertrat immer die Meinung, Dinge, die ich mache, als wichtig empfinden zu müssen.Gab es ein Erfolgsrezept? Nein, ich habe mich immer auf die nächste Aufgabe gefreut. Ebenso verlor ich nie das Interesse am Ballett. Als Pädagogin ist es sicher notwendig, eine große Portion Kommunikationsbereitschaft zu besitzen. Welche Persönlichkeiten des heutigen Ballett sind durch ihre Schule gegangen? Es waren sehr viele, ich möchte nur einige nennen, das ist kein Anspruch auf Vollständigkeit: Christa Zimmerl, Karl Musil, Michael Birkmayer, Susanne Kirnbauer, Jolantha Seyfried, Erika Zlocha, Christian Musil, u.v.a.Was macht Ihren speziellen Erfolg aus? Während meiner aktiven Zeit als Ballettsolistin war für mich neben der fachlichen Kompetenz (Technik und Körper) wichtig, den hierfür notwendigen künstlerischen Ausdruck zu vermitteln. Ausdrucksstärke gehört meiner Ansicht nach ebenfalls zum Ballett.Wie glauben Sie, werden Sie von Ihren Freunden gesehen? Als ein Arbeitstier, der Beruf war für mich immer von Wichtigkeit.Ihr Erfolgstip? Wenn man einen Beruf gewählt hat, muß man diese Tätigkeit mit Überzeugung und viel Freude ausüben. Auch wenn Rückschläge eintreten, darf man nicht den Kopf hängen lassen. Vielmehr ist es dann notwendig mit der nötigen Kraft und hohem Einsatz auf den neuen Weg zu kommen. Speziell die Selbständigkeit von Kindern und Jugendlichen zu forcieren, liegt mir sehr am Herzen. Gerade in der heutigen Zeit ist es von Bedeutung den Ehrgeiz und Kreativität in diesem Alter zu unterstützen, dann werden auch sicher die gesteckten Ziele erreicht.