Zum Erfolg von Holger Steinmetz
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Ich lege großen wert auf die Familie, bin jedoch auch im Beruf stark leistungsorientiert. Es muß immer vorwärts gehen. Ich fühle mich erfolgreich, wenn es dem Unternehmen gut geht und wenn es sich vergrößert.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ich bin ein Leistungsmensch. Auch meine Mitarbeiter werden dementsprechend von mir angeleitet, jedoch bei großer Selbständigkeit. Man braucht Stärke, Risikobereitschaft und muß sich immer was Neues einfallen lassen.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Fünf oder sechs Jahre nach der Geschäftseröffnung. Dann lief das Geschäft und ich konnte den Erfolg auch genießen.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Es war eine gute Entscheidung, mich selbständig gemacht zu haben und mich auf eine bestimmte Nische zu konzentrieren. Wir betreuen nur Ärzte und Krankenhäuser.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Eigentlich nicht, ich hatte schon von Anfang an das Ziel, nach oben zu kommen.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Jeder glaubt, wenn er einmal einen Lehrgang gemacht und einen Computer auseinander genommen hat, er wäre ein Computerfachmann. Ich bin nun seit über 25 Jahren in dieser Branche. Heute drängen zu viele selbsternannte Fachmänner auf den Markt, die dann Computergeschäfte eröffnen.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Eine wichtige, denn ohne Mitarbeiter geht es nicht. Wir haben keinen großen Personalfluktuation und alle wissen, wie es bei uns läuft. Ich versuche, sie so gut wie möglich zu führen.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Nur mit meinem Auge. Ich gehe keine Fragekataloge durch. Ich sehe mir den Lebensweg eines Bewerbers an, auch sein Äußeres, und dann rede ich einfach mit ihm.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Indem ich mich mit ihnen zusammensetze und wir abends auch mal weggehen oder Betriebsfahrten machen. Ich versuche ein gutes Betriebsklima zu schaffen, damit sie gern zur Arbeit gehen.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Manchmal als sehr ruppig, wenn etwas nicht funktioniert, obwohl ich ruhiger geworden bin. Ich hoffe, sie sind mit mir zufrieden und schätzen meine Menschlichkeit.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Ich lege sehr viel Wert auf Dienstleistung. Wenn ein Kunde anruft, wird ihm nicht durch lange Laufzeiten geholfen, es muß sofort gehen. Ein Krankenhaus, das stehenbleibt, nur weil etwas mit der EDV nicht in Ordnung ist, kommt nicht in Frage. Da muß sofort jemand vor Ort und Stelle sein.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Das ist eine Frage der Organisation. Ich bin im Schnitt um 19 Uhr zu Hause und am Wochenende gehe nicht mehr in die Firma, obwohl das früher anders war. Ich muß nicht mehr um jeden Preis wachsen.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Pro Woche verwende ich einen Tag für Lektüre oder den Besuch von Lehrgängen.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Junge Menschen müssen wieder arbeiten lernen. Die Jugend von heute hat von vornherein zuviel Geld und weiß nicht, was es bedeutet, Leistung zu bringen. Man muß sie von den Wolken herunterholen, sie stellen zu hohe Anforderungen an ihren Lebensstil.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte mein Unternehmen so weiterführen wie bisher oder es weiterführen lassen, damit ich mich vielleicht etwas früher zurückziehen kann.
Ihr Lebensmotto?
Es soll alles in Ruhe abgehen.