Zum Erfolg von Wilhelm Pum
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, einen florierenden Betrieb zu führen, meine Kunden zufriedenzustellen und meinen Beruf mit meinem Familienleben verbinden zu können.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ich sehe mich als erfolgreich, denn ich habe viel erreicht.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ausschlaggebend für meinen Erfolg waren meine Zielstrebigkeit, meine Konsequenz, mein hoher Arbeitseinsatz und mein Fleiß. Wichtig war es auch, ein feines Gespür zu entwickeln, welche Dinge wann zu erledigen sind.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Vor allem mit viel Ehrgeiz, Arbeitseinsatz und Hartnäckigkeit. Ich habe den Schritt in die Selbständigkeit gemacht, und hinter dieser Entscheidung stehe ich auch.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Einen Auftrag zu erlangen, ist heute wesentlich schwieriger als noch vor zehn Jahren. Erfolgreich fühlt man sich dann, wenn das Geschäft läuft und man ein Ziel erreicht hat. Mit bestandener Meisterprüfung und dem Aufstieg zum Geschäftsführer - also immer dann, wenn ich etwas abgeschlossen oder erreicht hatte - empfand ich mich jeweils als sehr erfolgreich.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Die Entscheidung, den Betrieb zu übernehmen, war sicher eine sehr erfolgreiche, obwohl ich mich heute aufgrund der Belastungen bzw. der enervierenden Verhandlungen mit den Behörden und Ämtern nicht mehr für die Selbständigkeit entscheiden würde.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Der Seniorchef der Vorgängerfirma, Ernst Ahamer, prägte mich insofern, als er während meiner Lehrzeit einmal zu mir gesagt hat: Entweder du willst das machen, oder du willst es nicht machen - wenn nicht, dann laß es sein! Das hat mich für das ganze Leben geprägt. Es gibt im Leben immer wieder Punkte, wo man ansteht, und dabei hilft dieser Satz. Der Wille zählt.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Anerkennung erfahre ich vor allem durch nachhaltige Kundenzufriedenheit. Wenn ich nach getaner Arbeit positive Rückmeldungen erhalte und die Freude meiner Kunden sehe, wenn der Kachelofen ihren Wünschen entspricht, ist das für mich die schönste Form der Anerkennung.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Ein Problem sind die Arbeiter aus dem Osten bzw. Firmen, die billige Arbeitskräfte beschäftigen und dadurch den Preis drücken. Der Preisdruck der Konkurrenz ist in den letzen Jahren massiv geworden.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Ich denke, als sehr ehrgeiziger, aber auch als sehr hilfsbereiter Mensch gesehen zu werden. Ich versuche mein Wissen und Können auch an meine Mitarbeiter weiterzugeben.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Sie spielen eine sehr wichtige Rolle, weil einerseits nur durch qualitative Arbeit das Ziel erreicht werden kann und andererseits alle meine Mitarbeiter viel Kundenkontakt haben und somit mein Unternehmen repräsentieren. Eine sehr wichtige Rolle spielt auch meine Frau, die mich ebenfalls im Unternehmen unterstützt.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Wir bilden unsere Mitarbeiter selbst aus. Bei der Auswahl unserer Lehrlinge achten wir vor allem auf das Zeugnis, aber natürlich auch auf praktische Geschicklichkeit. Das Zeugnis spielt insofern eine wichtige Rolle, als wir die Erfahrung gemacht haben, daß Jugendliche, die einen sehr schlechten Notendurchschnitt in der Hauptschule haben, auch Schwierigkeiten in der Berufsschule bekommen.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Unsere Stärken liegen vor allem in der Qualität unserer Arbeit. Außerdem versuchen wir immer individuell auf die Wünsche des Kunden einzugehen und mit viel Kreativität an das Gestalten der Kachelöfen heranzugehen. Hier in Freistadt habe ich mit Sicherheit einen weiteren Vorteil: Wir fertigen die nötigen Schlosserarbeiten für unsere Öfen selbst an, was uns von anderen Hafnern unterscheidet.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Natürlich ist es manchmal schwierig, am Wochenende abzuschalten, weil meine Frau ebenfalls im Unternehmen arbeitet. Gerade deshalb versuchen wir bewußt uns gewisse Freiräume zu schaffen, beispielsweise, indem die Firma jeden Sommer zwei Wochen geschlossen ist.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Für die Jugend ist heute natürlich eine gute Ausbildung wichtig, aber auch der Wille, hohe Leistungen zu erbringen und eine gute körperliche Verfassung sind Faktoren für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn.