Zum Erfolg von Andreas Zahradnik
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Habe ich das Gefühl, eine Entwicklung im Ansatz des Keimes erkennen zu können, folge ich ihr und lasse dabei meiner Kreativität freien Lauf. Mir geht es nicht darum, daß mir Menschen auf die Schulter klopfen, auch wenn Anerkennung etwas Schönes ist. Wenn meine Ideen Gestalt annehmen, bezeichne ich das als Erfolg.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Es macht mich froh und gewissermaßen stolz, daß ich in der Musikbranche viel erreicht habe. Ich sehe mich als den klassischen Entwickler und möchte Erfolg nicht überbewerten.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Man ist, wie man eben veranlagt ist. Das Unkonventionelle stand trotz Beachtung der Spielregeln in meiner Branche stets im Vordergrund meiner Betrachtungen. Ich lasse mich ungern aufhalten. Die Grundhaltung Es geht nicht, die in Österreich vorherrscht, trifft auf mich nicht zu. Ich bin auf freiberuflicher Basis auch redaktionell tätig und verfasse Beiträge im Bereich volkstümliche Musik und Schlager für ein renommiertes Musikmagazin. Im Grunde exportiert Österreich diese Art der Musik. Ich würdige diese Musikgenres als wertschöpfenden Beitrag unseres Landes. Bestimmt schlummert ein sogenannter Basisdemokrat in mir, und ich respektiere es, wie es Menschen wie Hansi Hinterseer gelang, sich Zug um Zug eine stabile Karriere aufzubauen.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich sehe Probleme nicht als solche. Ein Vergleich: verliere ich einen Menschen, dann trauere ich eine Zeit, und dann setzt sich irgendwann Mut für einen Neubeginn durch. Taucht also ein gröberes Problem auf, wirkt es zunächst einmal tief auf mich ein, doch dann kommt der Punkt, wo es fast wie von selbst wieder bergauf geht. Man muß Dinge geschehen lassen können und kann nicht alles beeinflussen.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Ein Vorbild anzuhimmeln, verleitet mitunter dazu, auch die weniger positiven Seiten des Vorbildes anzunehmen. Es sind aber nur einzelne Aspekte, die für einen von Bedeutung sind. Man kann von Künstlern viel lernen, vor allem, wie man sich seinen Gefühlen und Emotionen öffnet. Nicht der Erfolg einzelner ist das Bewundernswerte, sondern ihr Weg, der auf den Gipfel führte.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Jeder hat seine Stärken. Ein gutes Team weiß die Stärken einzelner für den gemeinsamen Erfolg einzusetzen. Man darf sich in der Kommunikation nicht davor scheuen, das Wesentliche zu sagen.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Meine Philosophie lautet: Nichts ist unmöglich. Ich fühle mich als kompetenter Beobachter der Musikszene (mein Spitzname lautet Mister Hitparade) und kann beste Prognosen über ihre Entwicklung abgeben.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Für mich ist es unvorstellbar, diese beiden Bereiche zu trennen - Ideen kommen zu jeder Tageszeit.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Allzu oft wird die Kreativität und das individuelle Denken des einzelnen gebremst. Viele genieren sich vor den Ansichten der Nachbarn und halten daher ihre Ideen zurück. Es ist aber wichtig, sich Ideen wertfrei anzuhören - es gibt immer einige, die man herausfiltern kann. Wer in sich hineinhorcht und seinem subjektiven Empfinden traut, kann seinen persönlichen Weg gehen. Es wird im Leben immer auch Übergangsphasen geben. Eine gute Ausbildung ist eine wichtige Basis, denn wer ein herzeigbares Zeugnis hat, wird von Personalchefs freundlicher behandelt.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich wünsche mir, daß weiterhin alles im Fluß bleibt und möchte Kenntnisse über den Musikmarkt weitervermitteln.
Ihr Lebensmotto?
Wo Tauben sind, fliegen einem Tauben zu!