Zum Erfolg von Christoph Kullnig
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg zeigt sich für mich darin, dass ich die gesetzten Ziele erreiche. Generell gilt es, Ziele zu setzen und auch die Wege zum Ziel klar zu definieren. Selbstverständlich bedarf es permanenter Kontrolle, anhand von Daten, ob das Ziel auch erreicht wird.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Im Großen und Ganzen sehe ich mich als erfolgreich. Im Nachhinein betrachtet, hätte ich vielleicht einiges noch besser machen können.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Während meiner sechsjährigen Offizierslaufbahn beim Österreichischen Bundesheer lernte ich unter anderem, mich auf unterschiedlichste Persönlichkeiten einzustellen. Diese Kenntnisse nutze ich nach wie vor. In der Privatwirtschaft sehe ich es als eine wesentliche Aufgabe von Führungskräften, Mitarbeiter dahingehend zu motivieren, dass „outcome“ mit Qualität verbunden ist und das Unternehmen gesetzten Zielen näherbringt. Man sollte auch keine Angst vor Fehlern haben; hier hilft die eigene Erfahrung. Den Vorteil entsprechender Erfahrung sehe ich darin, dass man verschiedene Dinge bereits ausprobiert hat und spürt, was nicht funktioniert. Die Erfahrung hat aber andererseits auch ihre Wichtigkeit verloren, weil sich die Rahmenbedingungen laufend ändern. Von Bedeutung ist und war, immer offen für Neues zu sein.
Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Im Marketing zählt eindeutig, schnelle innovative Reaktion und die Erkenntnis, was ich selbst verbessern kann. Auf Bestehendes zurückzugreifen, aber dabei auch Originalität zu zeigen. Entscheidend ist die Schnelligkeit von Marketingaktivitäten, ohne dabei die Qualität zu vernachlässigen.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Engagierte und zielorientierte Mitarbeiter sind der Schlüssel zum Erfolg. Ohne motivierte Mitarbeiter und Teamwork wären positive Ergebnisse nicht machbar.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Primär achte ich auf die persönliche Einstellung und erst in zweiter Linie auf die berufliche Vergangenheit des, oder der Bewerber/in. Bei „seniorigeren“ Bewerbern sind die Tätigkeiten, welche er oder sie ausgeübt haben, natürlich ein wesentlicher Faktor. Bei jüngeren Bewerbern, welche z.B. ein Studium absolviert haben, kann man dies nicht verlangen; allerdings wären Praktika sicherlich von Vorteil. Festhalten möchte ich, dass sich gegenwärtig niemand ohne Praxis bewirbt.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich versuche Mitarbeitern gemeinsam erarbeitete Prinzipien näher zu bringen, um die bestmögliche Leistung zu initiieren. Meinen Führungsstil bezeichne ich als „Führen durch Aufgaben“. Dieser Stil bewirkt, dass ein optimales Ergebnis erbracht wird. Das Wichtigste ist, dass die einzelnen Teammitglieder einander vertrauen können.
Wie verhalten Sie sich dem Mitbewerb gegenüber?
Wir versuchen unseren eigenen Weg zu gehen, um für die Kunden die beste Experience zu liefern und konzentrieren uns nicht so sehr auf die Aktivitäten der Mitbewerber.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Abschalten im eigentlichen Sinn kann ich nicht. Ich behaupte, dass ich „unternehmerisch denke“. Ich kann damit gut leben.
Wie viel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Es ist ein laufender Prozess, weil ich permanent Neues lerne. Somit ist die Zeit nicht wirklich messbar.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Eine qualifizierte akademische Ausbildung sollte man für eine Tätigkeit im Bereich Marketing mitbringen. Ein klassisches Studium an der Wirtschaftsuniversität ist nicht unbedingt notwendig. Auch ein fachbezogenes College oder die Absolvierung eines Fachhochschullehrganges ist von Bedeutung. Ein Studium bringt es mit sich, dass man gelernt hat, strukturiert zu arbeiten und das erlernte theoretische Grundwissen neben einem Praktikum in den beruflichen Alltag mitzubringen. Eine Auslandserfahrung und auch die Bereitschaft über den „eigenen Tellerrand“ zu blicken, schadet sicherlich nicht.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Den bisher erfolgreichen Weg weiterzuverfolgen.