Zum Erfolg von Manfred Jägersberger
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Als großen Erfolg empfinde ich meine Unabhängigkeit; die Möglichkeit, mir die Zeit selbst einteilen und meine Vorstellungen realisieren zu können.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, weil ich meine Kreativität und langjährige Erfahrung in die tägliche Arbeit einfließen lassen kann. Mein Vorteil ist, dass ich die Ausführungsvorgänge kenne, welche bei der Planung von Vorteil sein können. Ebenso zählt der Kostenfaktor, d.h. man sollte immer die Kosten bei der Planung im Griff haben.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ich hatte den Vorteil, eine etablierte Firma übernehmen zu können, die sich innerhalb der Branche einen guten Namen gemacht hat. So musste ich nicht bei null beginnen. Im Alltag zeigt es sich immer wieder, dass meine langjährige Erfahrung einen großen Vorteil darstellt.
Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Für mich zählt Originalität und deshalb möchte ich meinen Stil beibehalten, obwohl es eine Reihe vor Persönlichkeiten gab, die mich durch ihre Persönlichkeit und Handlungsweisen sehr beeindruckten.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Es ist für mich Anerkennung genug, akzeptiert zu werden und in der Branche etabliert zu sein.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Ein Problem stellt die Zahlungsmoral dar, welche in Österreich nicht gerade die Beste ist. Besonders am Beginn einer Selbständigkeit in unserer Branche sollte man sich bewusst sein, dass es dazu kommen kann, dass es monatelang keinen Zahlungseingang geben kann. Diese Zeit gilt es zu überbrücken.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Als eine umgängliche, überzeugende Persönlichkeit.
Wie verhalten Sie sich dem Mitbewerb gegenüber?
Man sollte sich arrangieren! Der Mitbewerber muss nicht immer ein Konkurrent sein. Meine Einstellung ist, jeder Mensch sollte dass machen was er gut kann.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Eine Stärke sehe ich in der Flexibilität, Zuverlässigkeit und auch die Bereitschaft, immer - auch am Wochenenden - für die Kunden da zu sein, wenn ein Notfall eintritt.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich versuche Beruf und Privatleben strikt zu trennen. Es gibt natürlich immer wieder Situationen, wo man auch in der Privatzeit mit Anrufen konfrontiert wird, welche Themen des Berufes zum Inhalt haben. Da mich die buddhistische Lebensweise sehr beeindruckt, versuche ich im Alltag diese Philosophie zu leben und zu praktizieren, d.h. man sieht die Dinge aus einer anderen Blickrichtung und man lebt viel bewusster.
Wie viel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Fortbildung ist ein wichtiges Thema. Es gibt immer wieder zahlreiche Änderungen von Verordnungen, wie z.B. in der Bauordnung, im Wohnungseigentumsgesetz, im Mietrecht und in diversen anderen Bereichen. Der Zeitaufwand für die Fortbildung ist nicht unerheblich. Bei dieser Gelegenheit möchte ich festhalten, dass unsere Innung für die Aus- und Weiterbildung sehr viel unternimmt.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Dem Nachwuchs in unserer Branche würde ich empfehlen, viel Geduld mitzubringen, denn von „Heute auf Morgen“ geht überhaupt nichts! Hartnäckigkeit und Geradlinigkeit sollte man für diese Branche mitbringen. Die schulische Ausbildung für unseren Job sehe ich durchaus als zeitgemäß an. Dem Nachwuchs gebe ich sehr gute Chancen, denn unsere Branche wird nie aussterben, weil es immer etwas zum Renovieren geben wird. Den Schritt in die Selbständigkeit sollte man sich allerdings sehr gut überlegen, wobei Netzwerke generell nie schaden.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte nicht um meine Pension zittern müssen, deshalb ist es mir wichtig, für mich, meine Familie eine permanente Absicherung zu schaffen und dabei ein erstrebenswertes Leben zu führen.