Zum Erfolg von Franz Wuthe
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg motiviert mich ungemein und führt zu weiteren Erfolgen – Erfolg bedeutet, Ziele zu erreichen und verschafft mir ein innerliches Glücksgefühl.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, im Sinne meiner Definition sehe ich mich als erfolgreich. Wenn ich meine ehemaligen Mitschüler oder Kollegen betrachte, habe ich sehr viel erreicht. Ich habe noch viele Ideen und Ziele, die ich verwirklichen möchte.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Ich erkannte als Unternehmer quasi sofort die Marktlücke eines umfassenden, preiswerten Serviceangebotes rund um das Auto, das ich sukzessive immer mehr ausweitete. Wesentlich war meine Ausdauer – ich war der erste, der morgens kam und der letzte, der den Betrieb um Mitternacht verließ. Dies empfand ich jedoch nie als Strafe; ich motivierte mich immer wieder selbst, weil mir die Arbeit große Freude bereitete. Ich habe ein sehr gutes Gespür für Bedürfnisse anderer – dabei habe ich nie kompliziert gedacht, sondern bin sehr einfache Wege gegangen. Wasser fließt immer nach unten; wenn es Hürden gab, suchte ich immer nach dem leichtesten Weg, sie zu umgehen, weil ich keine unnötige Energie verschwenden wollte.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Ich merkte nach etwa drei Jahren, daß es steil bergauf ging.Ist Originalität oder Imitation besser um erfolgreich zu sein? Es ist natürlich leichter, etwas Bestehendes zu imitieren; am erfolgreichsten wird man aber, wenn man seinen eigenen Weg geht und seine Stärken herausstreicht. Wenn man in einem Bereich gut ist, kommt der Erfolg von selbst; wirklich gut kann man aber nur sein, wenn man authentisch bleibt.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Ich lege auf Ehrungen und Anerkennungen keinen besonderen Wert; außer, wenn sie von zufriedenen Kunden oder Mitarbeitern kommen. Anerkennung bedeutet Vertrauen, das gute Einvernehmen mit meinem Umfeld.Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? Ich lege weniger Wert auf gute Zeugnisse als auf Praxiserfahrung, weil Schulnoten für mich nicht ausschlaggebend sind; wesentlich sind für mich Sympathie und Offenheit. Ich beschäftige meine Mitarbeiter durchwegs schon sehr lange, die meisten arbeiten seit über 20 Jahren bei mir.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich vermittle jedem meiner Mitarbeiter, daß er nicht für mich, sondern für sich selbst arbeitet und versuche die Freude am Beruf herauszustreichen. Wenn es dabei zu Problemen kommt, biete ich entweder Lösungsvorschläge oder eine Trennung im beiderseitigen Einvernehmen an. Ich entlohne meine Mitarbeiter selbstverständlich sehr gut – viele von ihnen haben sich bereits ein eigenes Haus gebaut, generell pflegen wir ein höchst offenes und freundliches Miteinander.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich lebe seit 1991 ohne Uhr und habe meistens kein Handy bei mir, weil ich zur Überzeugung gekommen bin, daß Probleme, die andere lösen können, auf mich abgewälzt werden, wenn ich permanent erreichbar bin. Ich lebe mein Leben und nicht jenes der anderen.Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Ich beschäftige mich täglich 15 bis 20 Minuten mit dem Erlernen von Fremdsprachen; durch die Erstellung von Gutachten muß ich mich permanent durch Fachlektüre weiterbilden. Sehr wesentlich ist auch der Meinungsaustausch bei verschiedenen Veranstaltungen, Messen, etc.Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Der Schlüssel zum Erfolg? Man muß zuerst – in welchem Gebiet auch immer – gut sein, dann kann man seinem Glück ein bißchen nachhelfen, indem man sich und seine Fähigkeiten nämlich gut präsentiert.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte die Welt sehen und meine Erfahrungen weitergeben.