Zum Erfolg von Anton Spindler
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg ist für mich die Bestätigung einer gewissen Arbeitsleistung. Er äußert sich für mich in Anerkennung, einem gewissen Beliebtheitsgrad und Verständnis. Erfolg hat natürlich auch finanzielle Seiten, aber das ist für mich nicht ausschlaggebend.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, denn ich habe viel erreicht, viel von der Welt gesehen, einen großen Freundeskreis und bin noch immer sportlich aktiv. Im Jahr 2001 bin zum internationalen Event Direktor der W.F.F. aufgestiegen und war Organisator und Supervisor der W.F.F. International Fitneß-Universe 2001 sowie Organisator und Event- Direktor der N.A.B.B.A. International Bodybuilding WM in Baden bei Wien. Natürlich tauchen auch immer wieder Probleme auf, die oft auch gar nicht von mit verschuldet wurden, aber da muß ich durch.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Ich hatte immer ein gutes und starkes Team beziehungsweise Umfeld um mich herum. Es wäre nicht fair zu sagen, daß ich alles, was ich erreicht habe, alleine geschafft habe. Wesentlich war insbesondere mein Ehrgeiz, den braucht man als Spitzensportler, denn in Wahrheit gibt es nur einen Platz: und das ist der Erste. Fest steht, daß ohne Arbeit nichts geht. Wichtig für meinen Erfolg waren auch noch die Erfahrungen, die ich im Zuge meiner Auslandsaufenthalte sammeln konnte. Dabei war ich immer auf mich alleine gestellt, es war niemand da, der mich seelisch, beratend oder finanziell unterstützen konnte. Das war eine sehr wichtige Erfahrung.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Da gibt es keinen konkreten Zeitpunkt. Ich habe immer wieder sportliche Erfolge erzielt und mich bei jedem einzelnen erfolgreich gefühlt. So bin ich 16- facher Staatsmeister und mehrfacher NÖ Landesmeister, habe bei Olympiaden, Weltmeisterschaften sowie internationalen Meisterschaften in Canada und den USA teilgenommen, das waren für mich große Erfolge.In welcher Situation haben Sie sich erfolgreich entschieden? Da gibt es unzählige. Eine davon war sicher, daß ich die Trafik meiner Mutter vor zehn Jahren übernommen habe. Die Trafik ist das Werk meiner Vorfahren, sie ist seit dem 18 Jahrhundert im Familienbesitz. Da hätte ich es als unfair empfunden, die Arbeit und das Lebenswerk meiner Eltern nicht zu honorieren und die Trafik zuzusperren oder zu verkaufen. Es war mir wichtig, diese Tradition zu erhalten.Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Ja, meine Mutter, denn sie war sehr streng und hat mich als extremen Menschen immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Im Laufe meiner sportlichen Laufbahn habe ich sehr viele Auszeichnungen erhalten.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Eine sehr wichtige. Wir sind eine große Familie, haben aber dennoch Respekt voreinander. Wie Siezen uns, wissen aber, daß jeder hundertprozentig für den anderen da ist, auch bei privaten Problemen. Wenn das Betriebsklima stimmt, geht jeder gerne in die Arbeit und verrichtet die Arbeit auch ganz anders.Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? Entscheidend ist, daß meine Mitarbeiter motiviert sind, gerne arbeiten und loyal sind.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Meine Mitarbeiter werden gut bezahlt und respektiert, ich versuche, auf ihre Wünsche Rücksicht zu nehmen. Außerdem stehe ich bei allen Problemen, auch mit Kunden, voll hinter ihnen.Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Unsere Stärken sind Freundlichkeit und Kundenorientierung. Wir bieten dem Kunden ein breites Spektrum an Produkten - also alles von Tabakwaren über Zeitschriften bis hin zu Schreibwaren, das kommt sehr gut an.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Mein Berufsleben ist mein Privatleben. Wenn ich nicht in meiner Trafik bin, bin ich im Fitnesscenter meiner Lebensgefährtin, das ist unser beider Hobby. Wir gehen eigentlich nur zum Schlafen nach Hause. Ich habe Gott sei Dank eine Partnerin, die auf der gleichen Wellenlänge wie ich schwimmt und immer für mich da ist.Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Man muß als Mensch, der in der Öffentlichkeit steht, ganz genau seine wahren Freunde herausfiltern. Denn die sind meist spärlich gesät.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Die sind klar abgesteckt. Durch meine exzessive Lebensweise habe ich gesundheitlich einige Probleme bekommen, daher muß ich künftig sportlich und beruflich kürzer treten. Außerdem möchte ich einige Freundschaften, die ich vernachlässigt habe, wieder mehr pflegen.
Ihr Lebensmotto?
Sport ist etwas Schönes, Sport ist mein Leben, es lebe der Sport! The Show must go on, egal was passiert.