Zum Erfolg von Volker Ortmann
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Wenn man das Gefühl hat etwas geleistet zu haben, mit dem andere zufrieden sind und worüber sie sich freuen, man aber auch selbst weiß, etwas mehr geschafft zu haben, als man sich vorgenommen hat, ist man erfolgreich. Ich habe Erfolg, wenn ich zum Beispiel ein Tier erfolgreich behandelt oder beruflich eine weitere Stufe erklommen habe; selbst wenn es nur darum geht, einen stressigen Tag überstanden zu haben. Ein großes Auto gehört für mich jedenfalls nicht zum Erfolg.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Ich bin sehr ehrgeizig und hielt trotz so mancher Schicksalsschläge durch. Der frühe Tod meiner Mutter hat mich geprägt und selbständig gemacht.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Ich würde sagen, daß ich mich mit dem Abschluß des Studiums 1985 erfolgreich fühlte.Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Zum einen war es mein Vater, der Arzt war und seine Ziele ebenfalls sehr ehrgeizig und zielstrebig verfolgte. Zum anderen prägten mich meine Lehrtierärzte, sowie die ehemaligen Vorgesetzten Kolleginnen und Kollegen.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Ich habe bisher keine staatlichen Auszeichnungen erhalten, aber die Anerkennung meiner Kollegen, die mich konsultieren und in Gremien wählen, bedeutet mir sehr viel. Im täglichen Leben fühle ich mich anerkannt, wenn die Tierbesitzer kleine Gesten des Dankes zeigen und mich weiterempfehlen.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Ohne Mitarbeiter geht es nicht. Wir sind ein Team von zehn Arbeitskräften, die jeden Tag über das normale Maß hinaus arbeiten müssen. Ohne meinen Partner, Herrn Dr. Stief, wäre ich nicht so erfolgreich.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Man muß vorangehen und auch bei den unangenehmen Arbeiten dabei sein, man kann nicht nur kommandieren. Darüber hinaus muß man auch finanzielle Anerkennungen schaffen, Prämien oder auch einmal einen Ausflug, und die Mitarbeiter zur Weiterbildung schicken, um sie zu motivieren.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Ich denke, daß sie mich positiv sehen, denn wir haben eine sehr freundschaftliche Atmosphäre in der Praxis. Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Unsere Stärken sind zum einen unsere fachliche Qualifikation und zum anderen unsere Einsatzbereitschaft bei Tag und Nacht, auch am Wochenende.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Es ist ganz wichtig, daß das Privatleben nicht kaputt geht – die Familie muß für die Arbeit Verständnis haben und sollte auch eingebunden werden, nur dann geht es. Meine Frau hat dies mitgetragen und mich immer unterstützt.Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Pro Jahr verwende ich ungefähr fünfzehn Wochenenden, also 30 Tage bzw. zweihundertvierzig Stunden für Fortbildung. Wir nehmen unter anderem auch an internationale Weiterbildungsveranstaltungen teil und organisieren Weiterbildungen für unsere Kollegen.Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Man muß unbedingt ein Ziel erreichen wollen. Wenn man eine Sache nur macht, um Geld zu haben oder Anerkennung, reicht das nicht.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Die Klinik sollte die nächsten zehn Jahre so weiterlaufen, und wir wollen unser Klientel erhalten und erweitern. Ich möchte mich noch im Bereich Vogelkrankheiten weiterbilden und in den Verbänden gute Arbeit leisten. Das eine oder andere Hobby werde ich vielleicht wieder aktivieren.
Ihr Lebensmotto?
Weitergehen, auch wenn es einen Rückschlag gibt.