Zum Erfolg von Josef Mair
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, Sicherheit in vielen Lebenslagen. Es bedeutet für mich zufrieden mit seiner ganzen Umwelt zu sein.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ich bin mit meinem privaten Leben und meinem beruflichen Werdegang sehr zufrieden. Obwohl viele Dinge bei Weitem nicht so gelaufen sind, wie ich es geplant habe. Aber im Großen und Ganzen bin ich mit meinem Leben sehr zufrieden.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Daß ich mich dazu entschlossen habe, in die Firma als Gesellschafter einzusteigen.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich reagiere sehr offen auf neue Aufgabenstellungen.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Im Jahr 1994 haben wir uns dazu entschieden, diese große Liegenschaft zu kaufen. Das war ein Wendepunkt für die Firma Eisenkies. Denn mit diesem Schritt traten wir als Unternehmer in eine ganz neue Größenordnung ein.
Ist Originalität oder Imitation besser um erfolgreich zu sein?
Ich beschäftige mich gerne mit zukunftsträchtigen Ideen. Wir haben es schon oft erlebt, daß wir wegweisende Gedanken umgesetzt haben, noch bevor die Medien und die Öffentlichkeit diese als Innovation erkannt haben.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Ich glaube, daß ich als gutmütig, verläßlich, hilfsbereit und geduldig beschrieben werde. Ich selbst kann von mir sagen, daß ich ehrlich, offen und aufrichtig bin.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Ich habe festgestellt, daß bei der Einstellung neuer Mitarbeiter die menschliche Komponente entscheidend ist. Meist stellt man Leute ein, die einem vom Gefühl her einfach sympathisch sind. Durch Erfahrung weiß ich, daß diese Methode die Beste ist, um in dieser heiklen Angelegenheit keine großen Fehler zu begehen. Ich gehöre zu jenen Unternehmern, die Menschen auch im fortgeschrittenen Alter anstellen, wenn die Einstellung paßt. Viele Leute um die 50 herum, haben eine vorbildliche Arbeitsmoral und wissen auch genau, warum sie arbeiten gehen. Junge Menschen hingegen sind sehr aufgeschlossen und können in eingefahrene Strukturen neuen Wind bringen. Entscheidend ist einfach die Person selbst, abgesehen vom Alter.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
In erster Linie setze ich auf die Vorbildwirkung. Seit 20 Jahren führe ich nun diese Firma antiautoritär. Ich bin ein Verfechter von Teamarbeit bzw. Teamführung. Mir ist wichtig, daß meine Mitarbeiter sich im Unternehmen wohlfühlen und sich mit unserer Firmenphilosophie identifizieren können. Vielleicht lege ich sogar zu viel Wert auf dieses Zugehörigkeitsgefühl.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Die Kernkompetenz der Firma Eisenkies ist der Umgang mit Menschen, ungeachtet dessen, in welcher Beziehung er zu unserer Firma steht. Die Fachkompetenz unserer Mitarbeiter gehört auch zu den wesentlichen Merkmalen der Firma Eisenkies. Zu unseren Stärken zähle ich vor allem auch die Firmenphilosophie, die wir nun seit langer Zeit leben und neuen Mitarbeitern vermitteln. Im Vordergrund steht dabei der Mensch, und nicht ausschließlich die finanzielle Rendite.Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Ich bemühe mich darum, meinen Mitbewerbern gegenüber fair zu sein. Im Laufe der Zeit habe ich festgestellt, daß die Grenze zwischen Geschäftstüchtigkeit und Hinterhältigkeit nicht so klar definierbar ist. Weil mir das bewußt ist, bemühe ich mich sehr stark, ehrbare Geschäfte abzuschließen und mich solidarisch im Marktwettbewerb zu behaupten. Obwohl das nicht immer leicht ist, bin ich mit dieser Taktik immer gut gefahren.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Meine Lebensgefährtin ist Miteigentümerin der Firma Eisenkies. Zudem haben wir vor zwei Jahren Nachwuchs bekommen. Durch dieses Kind kam viel positive Unruhe in unser Leben, wodurch wir stark gefordert werden, Beruf und Privatleben in einem ausgewogenem Verhältnis zu vereinbaren. Ich lege sehr viel wert auf ein funktionierendes Familienleben. Auch, weil sich Probleme im privaten Bereich zwangsläufig auf die Arbeit im Unternehmen auswirken.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Ich investiere mindestens 60 bis 70 Prozent meiner Arbeitszeit in die Weiterbildung.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Ich kann nur den Rat meiner Mutter weitergeben: „Was du nicht willst, was man dir tut, das füge auch keinem andern zu“.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Beruflich gesehen haben wir uns zum Ziel gesetzt, unseren Markt zu erweitern. Weiters sind wir gerade dabei, uns über Systeme Gedanken zu machen, mit denen wir unsere Mitarbeiter an Erträgen beteiligen können. Kurz und gut: Meine große Vision ist die, ein perfektes Unternehmen zu führen.
Ihr Lebensmotto?
Ich will mit meiner gesamten Umwelt in perfekter Harmonie leben.