Zum Erfolg von Franz Zwickl
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, etwas mehr zu erreichen, als ich mir vorgenommen habe.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, ich habe in meinem Leben bisher mehr erreicht, als ich mir vorgenommen habe.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Ein wesentlicher Faktor war, daß ich mir überall in kurzer Zeit einen tauglichen Überblick verschaffen kann, ich versuche, die Sachverhalte exakt zu überblicken und die Konsequenzen daraus ableite. Die Problemlösung bearbeite ich wieder und wieder, nach dem Motto Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, aber ich habe gelernt, daß Ausdauer und Bemühung wesentliche Erfolgsfaktoren sind.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Wenn etwas wirklich Spannendes oder eine neue Herausforderung auf mich zukommt, gerate ich in einen gewissen angenehmen, angespannten Zustand. Ich versuche abzuklären, worum es geht und wende sehr viel Zeit für eine möglichst exakte Abrundung des Sachverhaltes auf. Wenn ich weiß, wo ich bin und was ich mache (also der Istzustand ausreichend erhoben ist) - muß im nächsten Schritt das Ziel definiert werden. Der Weg (um das Ziel zu erreichen) zeigt sich – während der beiden ersten Schritte - meist von selbst. Letztendlich arbeite ich alles (gleich einem Drehbuch) möglichst präzise aus und begleite Projekte mit der notwendigen Obsorge.Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Ja, ich hatte oft das Glück, auf hervorragende Leute zu stoßen, von denen ich sehr viel lernen konnte oder die in mir Fähigkeiten weckten, die mir selbst nicht so bewußt waren. Das begann im Studium - ich bin stolz und froh, ein Schüler von Prof. Erich Loitlsberger gewesen zu sein. Er war einer der größten Betriebswirtschaftsprofessoren Österreichs und einer der wenigen Universitätslehrer, die vermittelten, wie wichtig es ist, immer den Hausverstand eingeschalten zu lassen, immer den Spaß an der jeweiligen Tätigkeit zu wahren und die Dinge so zu vereinfachen, daß man sie richtig verstehen kann. Auch in meinem weiteren beruflichen Leben fand ich immer wieder exzellente Teamleader. In der Alpen-Treuhand arbeitete ich vorwiegend für Paul Hassler, von ihm konnte ich lernen, daß Aufträge nicht nur ordnungsgemäß abgewickelt werden müssen, sondern in jedem Einzelfall das Optimum für den Klienten anzustreben ist. Beim Wechsel in die Bankenwelt lernte ich von Kurt Nößlinger, das Zahlengerüst und die Technik der Zahlen eines Unternehmens nicht nur zu beherrschen, sonder auch täglich anzuwenden, und daß letztlich alle Unternehmenserfolge zwar in Zahlen gemessen, aber am Markt erzielt werden müssen. Von Gerhard Randa konnte ich lernen, wie man die genaue Mischung zwischen Strategie und Taktik findet, um erfolgreich zu sein. In allen Teams, in denen ich arbeitete, traf ich auf vorzügliche Kollegen wie Karl Samstag, Fritz Kadrnoska, Erich Hampel und viele andere, von denen ich fachlich und persönlich lernen konnte.Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Es ist wichtig, ehrgeizig zu sein, aber trotzdem sollte man eine gewisse Demut behalten und sich immer vor Augen führen, daß man Dinge für sich selbst tut.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte mir bewahren, daß ich die mir gestellten Aufgaben, ordentlich erledige, und möchte mich weiterhin spannenden Herausforderungen stellen, bei denen ich möglichst viel dazulernen kann. Das möchte ich in einem eingeschränkten Ausmaß mit weniger Abhängigkeiten von großen Systemen und Apparaten tun und weiterhin den Spaßfaktor bei der Arbeit bewahren.