Zum Erfolg von Silvia Duschanek
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Privat bedeutet für mich Erfolg, wenn ich von meiner Familie bestärkt werde, das zu tun, was mir Spaß macht. Im beruflichen Bereich liegt Erfolg für mich darin, daß ich nach sechs Jahren immer noch als klassische Portraitfotografin gegen die Werbefotografen bestehe und die Geschäftstendenz stets steigend ist. Ich werde von meinen Kunden so angenommen, wie ich bin.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, ich schaffe alles irgendwie zu vereinbaren und mein Interesse an der Fotografie auszuleben.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Wahrscheinlich mein eigenes Interesse, mir während der Lehrzeit Neues anzueignen und selbständig zu arbeiten. Ich habe schon als Kind in der Schule viele Bilder gemalt und meiner Kreativität Ausdruck verliehen. Weiters bin ich ein sehr positiv denkender Mensch. Im Atelier Johanna habe ich mich stark für die Lichtführungstechnik interessiert und gelernt, mit Menschen umzugehen. Gute Arbeit kann ich nur aufgrund meiner Liebe zum Beruf, meiner Zielstrebigkeit, meinem Ehrgeiz, meiner Konsequenz und meines Organisationstalents leisten. Ich will nicht stehenbleiben, sondern mich immer weiterentwickeln. Unangenehme Arbeiten erledige ich meist umgehend, damit sie vom Tisch sind.
Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Die Kombination beider Faktoren ist wichtig.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Ja, meine beiden Vorgesetzten im Fotogeschäft, Frau Johanna Diplinger und Frau Helene Ott. Sie beide haben mir mein Handwerk beigebracht und die vielen schönen Seiten aufgezeigt.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Die Technik der Digitalfotografie ist heutzutage schon sehr vielen Menschen in günstiger Form zugänglich. Dadurch aber übernehmen Hobbyfotografen oftmals die Arbeit von uns Profis. Das ist beispielsweise bei Hochzeitsbildern ein Problem, da nicht nur mir Schaden entsteht, sondern auch meist der Hochzeitsgesellschaft, da die Fotos nicht so professionell ausfallen, wie sie dem Tag angemessen wären. Das ist schade.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Außer der beruflichen Qualifikation sollen sie die Fähigkeit und das Interesse mitbringen, viel von meiner Arbeitsweise mit meinen Kunden und Motiven zu übernehmen. Wenn ich nicht da bin, muß ich mich darauf verlassen können, daß ich gut vertreten werde.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich arbeite gerne am Abend zuhause weiter. Unter der Woche schaffe ich es, außer in Stoßzeiten wie Mai, Juni oder Dezember, häufig, den Donnerstag und Freitag frei zu halten. In meiner Freizeit fotografiere ich nur gelegentlich, beispielsweise im Urlaub, wenn ich ungewöhnliche Motive vor die Linse bekomme.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Ich habe vor kurzer Zeit eine Zusatzausbildung in der Digitalfotografie absolviert, sonst nehme ich tageweise an verschiedenen Seminaren teil.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Macht das, was euch interessiert, und zwar mit vollem Ehrgeiz.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte mich zum auf dem Sektor der Digitalfotografie weiter spezialisieren.
Ihr Lebensmotto?
Leben und leben lassen.