Zum Erfolg von Gerhard Baumann
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, selbst gesteckte Ziele zu erreichen. Ich arbeite an Projekten und deren Umsetzung, das heißt, wir planen und bauen Schutzprojekte gegen Naturgefahren, die wir mit der „Schlüsselübergabe“ abschließen. Das ist für mich ein Zeitpunkt, an dem ich mich erfolgreich nennen kann.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Nach Abschluß eines Vorhabens und nach Erreichen eines Zieles sehe ich mich als erfolgreich.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Wenn man gute Leistung bringt, fällt man auf und wird quasi beobachtet. Aufgrund meines Fachwissens und meines ständigen Strebens nach Weiterbildung bin ich Sprosse für Sprosse die Karriereleiter hinaufgestiegen bzw. ermöglichte man mir den beruflichen Aufstieg.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich setze Prioritäten und nehme mir viel Zeit für die wichtigen Arbeiten. Gewisse Tätigkeiten muß man delegieren, denn alles selbst zu machen, ist sicherlich kontraproduktiv.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Die Bestellung zum Stellvertreter des Leiters der Sektion Steiermark 2001 war für mich ein bedeutender Aufstieg.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Wir haben in der Obersteiermark bislang zwei Dienststellen im Einsatz. Die Entscheidung, diese beiden zusammenzuführen und eine neue Dienststelle in Liezen aufzubauen, war die wichtigste bislang.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Der damalige Bauleiter in Admont, Dipl.-Ing. Dieter Zedlacher, von dem ich viel lernte, hat mich sehr gefördert und war auch mein Diplomarbeitsbetreuer.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Ich bin für die Leitung zweier national bedeutender Projekte beauftragt worden. Das ist ein Vertrauensvorschuß, der mich schon mit Stolz erfüllt.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Die Unberechenbarkeit der Natur. Unsere Aufgabe ist es, Gefahrenzonen zu bestimmen und diese in die Raumordnung einzubringen. Es gibt zum Beispiel die Unterscheidung von sehr gefährlichen Bereichen (rote Zone = Bauverbot) und beeinträchtigen Bereichen (gelbe Zone = eingeschränkte Baumöglichkeit). Diese lauernde Gefahr bewußt zu machen und Vorkehrungen zu treffen, ist die wichtigste Aufgabe in meiner Branche. Da in Zeiten der allgemeinen Geldnot Sicherheitsinvestitionen nur sehr sparsam getätigt werden, sehe ich die Sicherstellung des Schutzes der steirischen Bevölkerung vor Naturkatastrophen als meine Hauptaufgabe.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Meine Mitarbeiter spielen die Hauptrolle in meinem Beruf. Ich kann nur Rahmenbedingungen schaffen, die Ausführung, d.h. die Arbeiten vor Ort, werden von meinen Mitarbeitern in den Bauleitungen erfüllt. Ist diese Arbeit gut, dann sind das Unternehmen und ich als Leiter der Sektion erfolgreich.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Es gibt im Bundesdienst Ausschreibungen für offene Posten. Bei der Auswahl ist fachliche Kompetenz die Grundlage, die Persönlichkeit des Bewerbers entscheidend. Wir wünschen uns langjährig verbleibende Mitarbeiter und versuchen dahingehend die richtige Personalentscheidungen zu treffen.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Beides hat einen hohen Stellenwert für mich, aber aufgrund meiner erst kurzen Tätigkeit als Sektionsleiter bin ich momentan sehr von der Firma vereinnahmt. Gelegentlich nehme ich mir Arbeiten auch mit nach Hause. Freie Zeit für die Familie und mich selbst nehme ich mir trotzdem bewußt, weil beides für die Lebensqualität wichtig ist.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Wenn man im Beruf weiterkommen möchte, ist Weiterbildung ein wichtiger Faktor. Spezialisierung und laufende Informationen sind essentiell entscheidend für die Qualität der Arbeit, die man leistet.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Wir befinden uns zur Zeit in einer Phase großer Personalumstellungen, und ein Ziel von mir ist es, ein neues Team aufzubauen und neue, effektivere Wege in der Abwicklung zu finden.
Ihr Lebensmotto?
Mich möglichst vielseitig betätigen.