Zum Erfolg von Thomas Schwaiger
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich Zufriedenheit und Ausgeglichenheit im Privatleben und im Beruf.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ich fühle mich nicht wirklich erfolgreich, obwohl ich eine gewisse Unabhängigkeit erreicht habe.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ich bin sehr umsetzungsorientiert, sondiere Projekte vor der Realisierung sehr genau und habe durch Erfolge und Mißerfolge gelernt, auch manchmal nein zu sagen.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich verfolge klare Ziele hinsichtlich der Produktion und denke nicht in Problemen, sondern in Lösungen.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Erfolgreich empfand ich mich, als ich das erste Mal einen Mißerfolg verbuchte und trotzdem eine Lösung finden konnte.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Ich entschied erfolgreich, als ich die richtigen Partner für mein Unternehmen ausgewählt, die Kernstrategie für die Firma festgelegt und mir Ziele wie Freiheit, Unabhängigkeit und Freizeit gesteckt habe.
Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Es zählt eine gewisse Ausgeglichenheit. Ich muß nicht alles neu erfinden, aber Originalität, also Unikate zu schaffen, ist im Wettbewerb sicherlich besser.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Das waren mein Vater als Techniker sowie der Unternehmer und Mitgesellschafter Josef Haidlmair aufgrund seiner hohen diplomatischen Fähigkeiten. Man muß nicht nur clever sein, man muß auch eine erfolgreiche Strategie haben.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Ich wurde zum Obmann des Wirtschaftsbundes Kirchdorf gewählt, aber das ist nur eine oberflächliche Anerkennung. Anerkennung bekommt man durch Interviews, wenn man in der Zeitung steht, und durch das Schulterklopfen anderer Unternehmer. Ich schaffte es, eine Privat-HTL mit einer Verbindung von Schule und Lehre zu gründen. Es ist für mich Anerkennung, wenn ich etwas erreiche und etwas schaffen kann.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Es gibt zuwenig Design-Veranstaltungen in Oberösterreich. Wir haben brillante Techniker, aber diese haben zuwenig Mut, Produkte mit einer eigenen Formensprache auszustatten. 2005 gilt als Jahr des Designs, vielleicht schaffen wir damit, mehr ins Bewußtsein der Menschen zu dringen.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich motiviere sie hauptsächlich, indem ich ihnen Eigenverantwortung, Freiheiten und Kompetenz übertrage. Ich mische mich nicht ein, sie müssen für ihr Handeln selbst die Verantwortung tragen.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Sie sehen mich als sehr loyale Person und als Coach, weniger als Chef.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Wir haben den Mut zu neuen Ideen sowie die Bestandkraft zur Umsetzung neuer Ideen, und wir arbeiten gerne in Netzwerken.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Eine gute Zeiteinteilung ist das Mindestziel, das ich meiner Familie versprochen habe.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Jungunternehmer sollen in ihrem Gebiet klare Kernkompetenz besitzen und nur dann ein eigenes Unternehmen beginnen, wenn sie bereits gute Kontakte zu potentiellen Kunden haben. Sehr wichtig wäre es, einen Mentor an seiner Seite zu haben.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Meine Ziele sind Unabhängigkeit, die Möglichkeit, große Projekte anzugehen, und weiterhin Spaß an der Arbeit zu haben.