Zum Erfolg von Simon Koiner
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Persönlicher Erfolg bedeutet für mich, mich selbst zu verwirklichen und jene Ziele, die ich mir vorgenommen habe, auch zu erreichen. Der finanzielle Verdienst spielt sicherlich auch eine Rolle, doch für mich standen immer der Dienst am Menschen und meine innere Zufriedenheit im Vordergrund. Ein äußerst wichtiger Aspekt ist für mich auch die Motivation meiner Mitarbeiter, denn ein Unternehmen kann heute jeder gründen, doch die richtigen Mitarbeiter bekommt nicht jeder - man bekommt die Mitarbeiter, die man verdient. Meine Mitarbeiter sind für mich der Mittelpunkt des Unternehmens, und ich denke, daß alle auch gerne zur Arbeit kommen, was ich ebenfalls als persönlichen Erfolg erachte.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Das, was ich erreichen wollte, habe ich erreicht, und daher sehe ich mich durchaus als erfolgreich an.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ausschlaggebend waren mehrere Faktoren. Zum einen hatte ich das Glück im Leben, einen Beruf zu finden, der gleichzeitig meine Berufung ist, und mache den Job heute noch so gern wie am ersten Tag. Dazu kommt, daß sich meine Vorbildfunktion meinen Mitarbeitern gegenüber auf langjährige Erfahrung im Beruf stützt, was Vertrauen und Respekt fördert. Außerdem motivieren wir unsere Mitarbeiter auf vielfältige Weise, sodaß sie gerne bei uns arbeiten.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich habe 20 Jahre hindurch sehr viel gearbeitet und hatte in dieser Zeit auch nur wenig Urlaub, was mir jedoch nichts ausmachte. Heute brauche ich öfter eine Erholungsphase und nehme mir alle paar Monate zumindest ein paar Tage frei, da ich einfach merke, daß ich heute nicht mehr dieselbe Leistung erbringen kann wie früher. Mit meinen Geschäftsführern bin ich eine direkte Beteiligung am Unternehmen eingegangen - jeder Geschäftsführer darf maximal zwei Fahrschulen führen und ist mit 20 Prozent beteiligt, mit 80 Prozent bin ich selbst beteiligt. Dieses Modell hat sich als gut erwiesen und ist möglicherweise auch zukunftsweisend für andere Branchen.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Ab dem Jahr 1998/99 fühlte ich mich erfolgreich, da wir damals österreichweit als Vorzeigefahrschule galten.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Die Entscheidung, mehrere Standorte zu eröffnen, war sicherlich sehr wichtig.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Mein großes Vorbild ist mein Vater, der sehr standhaft war und seinen Weg gegangen ist. Wann immer ich Probleme hatte, konnte ich zu ihm kommen, und er stand mir mit Rat und Tat zur Seite. Dabei war es nicht so, daß er mir Entscheidungen abnahm, sondern mir als Freund Entscheidungshilfen anbot.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Die Anerkennung durch meinen Vater war für mich das Schönste.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Es gibt leider sehr viele ungelöste Probleme. Da der Wettbewerb meist rein über den Preis ausgetragen wird, bleibt die Qualität sehr oft auf der Strecke - etwas, was mit dem Bildungsauftrag unserer Branche nicht vereinbar ist. Wir tragen eine hohe Verantwortung für die Verkehrssicherheit, und diese ist dann nicht mehr gegeben.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Für mich sind die Mitarbeiter das höchste Gut, und ihre Weiterbildung liegt mir sehr am Herzen. Wir verfügen über ein vielfältiges Schulungs- und Fortbildungsprogramm.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Unsere Stärke ist der Umgang mit den Kunden - jeder Kunde ist bei uns herzlich willkommen, und wir behandeln jeden so, als würde er zu uns gehören.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Die ersten 15 Jahre habe ich mein Privatleben vernachlässigt und es daher in der Vergangenheit nicht immer geschafft, mir ausreichend Zeit für meine Familie zu nehmen. Ich versuche das seit einiger Zeit wettzumachen.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Ich rate den jungen Leuten, einen Beruf zu ergreifen, der ihnen wirklich Spaß macht. Es gibt nichts Schlimmeres, als 40 Jahre einen Beruf auszuüben, bei dem man sich jeden Morgen aus dem Bett quält. Das Arbeitsleben dauert lange genug, und es sollte wirklich Spaß machen, denn dann stellt sich der Erfolg von selbst ein.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte die Fahrschulen erfolgreich weiterführen und meinen Kindern eine Basis für ihr weiteres Leben mitgeben.
Ihr Lebensmotto?
Man muß einfach tun und handeln, dann kommt der Erfolg von selbst.