Zum Erfolg von Manfred Knapp
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg ist für mich das Produkt aus Ehrlichkeit, Verläßlichkeit und harter Arbeit. Ich denke, daß ein Mensch, der nur zwischen acht und 17 Uhr arbeiten will, nicht so leicht zu Erfolg kommen wird, dazu gehört einfach mehr Einsatz. Kein Selbständiger und auch kein Unselbständiger wird es heute mit einer 40-Stundenwoche sehr weit bringen. Der andere ganz wichtige Punkt ist es, positives Feedback von den Kunden zu erhalten. Wir haben Kunden, die von uns seit vielen Jahren betreut werden, und zu denen sich mittlerweile auch freundschaftliche Kontakte entwickelt haben.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, ich bin auf jeden Fall erfolgreich. Aber ich habe auch die Eigenschaft, nie richtig zufrieden zu sein mit dem Erreichten. Ich möchte immer noch ein bißchen mehr. Wenn ich aber auf meinen Lebenslauf blicke und sehe, was aus dem ehemaligen Elektriker geworden ist, kann ich schon feststellen, daß sich einiges bewegt hat. So gesehen stellt sich dann doch Zufriedenheit ein. Ich bin stolz auf das Erreichte und auf unseren neuen Firmensitz, der zugleich auch unser Privathaus ist. Wenn ich aus meinem Bürofenster direkt in den Garten schaue, genieße ich das jedes Mal, weil ich hier eine besonders schöne Ruhelage als Ausgleich zum oft hektischen Berufsleben genießen kann.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Eine meiner Stärken ist mein Durchhaltevermögen. Dieses bezieht sich auf jeden Teil der Arbeit, egal, ob es sich um die mühsame Suche nach einem Fehler handelt, oder um das Überstehen einer Durststrecke. Wie in jedem Lebensbereich gibt es auch im Beruf Hochs und Tiefs, und man darf angesichts einer schwierigen Situation nicht den Mut verlieren, denn danach geht es auch wieder bergauf.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Ich war eigentlich von Anfang an erfolgreich, dennoch gibt es ein paar Eckpfeiler meines Erfolges. Die ersten Jahre der Selbständigkeit sind meiner Meinung nach Lehrjahre. Vieles muß man sich erst erarbeiten, und viele Erfahrungen muß man noch machen, da bleibt in den ersten Jahren finanziell oft nicht so viel übrig wie später dann. Ein Eckpfeiler des Erfolgs war für mich die Eröffnung dieses Büros, das im Jahr 2000 in Betrieb ging. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits seit fünf Jahren selbständig. 1998 nahm ich meinen ersten Mitarbeiter auf, und auch diesen Punkt empfinde ich als wesentlich bezüglich meines beruflichen Erfolges. Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Eine Person, vor der ich immer große Hochachtung hatte, ist mein ehemaliger Chef, Herr Hans Heinz Machowetz. Er hat sehr viel Arbeit und Energie in seine Arbeit investiert und war mir immer ein Vorbild.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Die wichtigste Anerkennung ist jeder langjährige Kunde, der mit unserer Arbeit zufrieden ist und deshalb nicht auf unsere Dienste zu verzichten gedenkt.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Eine sehr große. Das Image des Betriebes hängt von jedem Mitarbeiter ab. Ich kann nicht alles selbst machen, also muß ich mich darauf verlassen können, daß meine Mitarbeiter die Arbeit so erledigen, als wäre der Betrieb ihr eigener.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Ich habe zu meinen Mitarbeitern ein sehr gutes, freundschaftliches Verhältnis, da wir ja ein kleiner Betrieb sind und deshalb auch sehr eng zusammenarbeiten. Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Die Stärken meines Unternehmens sind absolute Zuverlässigkeit und hohe Flexibilität. Wenn es gilt, ein Problem zu lösen oder einen Auftrag zu Ende zu bringen, ist es auch einmal nicht möglich, an einen Dienstschluß um 17 Uhr zu denken. Für den Kunden kann es aber enorm wichtig sein, daß die Arbeit zu Ende geführt wird.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Auf diesem Gebiet war ich in den letzten Jahren nicht ganz so erfolgreich wie im Beruf. In meiner Freizeit spiele ich in einer Musikkapelle und bis vor kurzem trat ich auch mit einer Tanzkapelle auf, und das nimmt neben dem ohnehin großen beruflichen Engagement viel Zeit in Anspruch, die natürlich dem Familienleben fehlt. Das habe ich aber als Mangel erkannt, und ich werde mich sehr bemühen, diesen Punkt in den nächsten Jahren zu beheben und ein besseres Zeitmanagement zu finden.