Zum Erfolg von Johannes Nenning
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, mit wenig Energie viel zu erreichen und nachhaltig zu agieren.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, ich sehe mich als erfolgreich, da ich in meiner Amtszeit schon viel erreichen und umsetzen konnte. Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Schon als junger Bursche war es mein Ziel, Bürgermeister zu werden - anscheinend ziehen solche starken Wünsche dann die Wirklichkeit an. Meine Verwurzelung in der Gemeinde und mein starker Wille, etwas für die Menschen und für St. Thomas zu tun, waren bestimmt mitausschlaggebend.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich habe in der Gemeinde eine tüchtige Amtsleiterin, Frau Hofer. Sie stimmt mit mir die nötigen Entscheidungen ab und informiert mich über das Tagesgeschehen.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Ich bin zwar überzeugter Christdemokrat, war jedoch auch stets für andere Weltanschauungen offen. So habe ich auch heute nach dieser schweren Prüfung eine andere Einstellung zum Glauben, ich bin auch vielen Menschen dankbar, die mir neue Wege aufzeigen konnten.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Durch das Ableben meiner Frau fiel ich in ein tiefes Loch, konnte mich jedoch unter anderem durch autogenes Training wieder stärken. Heute weiß ich aus eigener Erfahrung, daß man eben das Leben als Prüfung sehen, sein Schicksal auch in schweren Zeiten annehmen und trotzdem optimistisch bleiben muß. Was mich mit Stolz erfüllt, ist die Tatsache, daß ich die Firma Konstant Arbeitsschutz GmbH als größten Arbeitgeber im Ort gewinnen konnte.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Ich erfahre häufig im persönlichen Gespräch Anerkennung und Bestätigung für meine Leistungen. Dafür bin ich sehr dankbar.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Ich werde als bürgernah und als Freund gesehen, so ist es mir wichtig, daß ich mit vielen Bürgern per Du bin. Ich stehe nicht über den anderen Menschen, und das zeige ich ihnen auch. Daß man es nicht allen Menschen recht machen kann, ist erwiesen. Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Als Tourismusgemeinde weisen wir über 60 religiöse Kleindenkmäler und zahlreiche Naturdenkmäler auf, z. B. die sieben Pechölsteine, Phallusstein, Franzosenkugel, Schalensteine, Zigeunermauern, Sieben Zinnen, Langenstein, Kammermauern, Einsiedlerstein, Wackelsteine, das Wagner-Hoanl und die Bären-Lucka. Weitere Sehenswürdigkeiten sind unsere berühmte Bucklwehluck‘n und der luftg‘selchte Pfarrer (Mumie). Unser Ort feierte im Jahre 2000 nicht nur 850 Jahre seit der ersten urkundlichen Erwähnung, sondern auch 25 Jahre Bestehen als Markt. Die Thominger waren schon seit jeher ein selbstbewußtes Volk. Sie nannten sich bereits im 16. Jahrhundert Markt St. Thomas, obwohl ihnen das Marktrecht nie verliehen wurde. 1975 setzte es die Gemeinde endlich durch, daß dem Ort wegen seiner besonderen historischen Bedeutung schließlich doch das Marktrecht verliehen wurde. Auch können wir mit weiteren Angeboten punkten, so stehen unseren Gästen sowohl zwei Tennis- als auch Fußballplätze zur Verfügung. Aufgrund der Höhenlage kann unser Ort die beste Wohnqualität im Bezirk Perg aufweisen und bietet eine einzigartige, vorbildlich gepflegte Natur- und Kulturlandschaft. Ich möchte meine Gemeinde noch mehr zu einer Wohngemeinde machen und Wohnraum schaffen.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich habe heute wieder eine Lebenspartnerin gefunden und erledige die anfallenden Arbeiten und Aufgaben unter der Woche. Die Wochenenden gehören fast ausschließlich uns alleine, wenn ich keine Verpflichtungen in meiner Gemeinde habe.
Ihr Lebensmotto?
Das Leben ist ein Kompromiß, jedoch: Was man will, das erreicht man!