Zum Erfolg von Kurt Oktabetz
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Für mich bedeutet Erfolg das Erreichen der Lebensziele, und zwar nicht nur beruflicher, sondern auch privater Natur sowie die Befriedigung der persönlichen Bedürfnisse. Die Summe all dieser Faktoren macht erst den Erfolg aus. Als besonderen Erfolg sehe ich an, wenn man Phasen, die von besonderem Mißerfolg gezeichnet sind, umkehren und in Erfolge verwandeln kann.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Im Sinne meiner Definition sehe ich mich als erfolgreich. In mittleren Jahren machte ich für mich ein Programm, das ich in Spalten einteilte, die da waren, Beruf, Familie, Freizeit. Wenn ich mir die Situation heute betrachte, ist all das, was ich mir damals vorstellte und auch zu Papier brachte, eingetreten.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Bei der Umstrukturierung der Leykam Medien AG hatte ich die richtigen Konzepte und ein gut funktionierendes Team und genoß das Vertrauen von Kunden und Lieferanten. Eine große Herausforderung dabei war es, die in den Köpfen der Mitarbeiter vorherrschende Philosophie zu verändern, was mir und dem engsten Kreis meiner Mitarbeiter mit Erfolg gelang. Meine Bestellung zum Honorarkonsul ist auf meine berufliche Laufbahn zurückzuführen. 1995 lernte ich anläßlich der Feier zum 50jährigen Bestandsjubiläum der größten slowenischen Tageszeitung Vecer, einer Kundin der Leykam Medien AG, den damaligen Präsidenten Kucan kennen. Die slowenische Botschafterin in Wien war gebürtige Grazerin und stand in gutem Kontakt mit dem damaligen Grazer Bürgermeister Stingl. So kam es zum Vorschlag meiner Person als Honorarkonsul. Für meinen Erfolg sehe ich schließlich Glück als einen wesentlichen Faktor an. Ich wuchs in der Zeit des Aufbaus auf, hatte also glücklicherweise ideale Rahmenbedingungen und wandelte diese durch Engagement, Identifizierung mit meinen Aufgaben und persönliche Leistungen in Erfolg um. Natürlich gab es auch in meinem Leben schwierige Phasen, zum Beispiel 1987 bis 1990. Damals verloren wir den Großkunden Tagespost, und gleichzeitig schied die Neue Zeit aus dem Konzern der Leykam aus. Daher war es notwendig, Weichen zu stellen. Ich stellte ein Sachprogramm zusammen, glaubte selbst an den Erfolg und motivierte auch die Mitarbeiter in diese Richtung. Natürlich spielen auch Glück, Beziehungen zu Kunden und Lieferanten und die allgemeine Wirtschaftslage eine wesentliche Rolle, daß Niederlagen in Erfolge umgewandelt werden können.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Als ich gebeten wurde, als Konsulent für die Industrie tätig zu werden, sah ich dies als besondere Anerkennung an. Finanziell gesehen war es keine besonders hoch dotierte Tätigkeit, doch es war ein Beweis dafür, daß man mir die Kompetenz zusprach. Auch der Ruf in die Leykam Medien AG kam von außen und war ein besonderes Zeichen der Anerkennung.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Mitarbeiter spielten immer eine ganz wesentliche Rolle für meinen Erfolg, denn ohne ein funktionierendes Team hätte ich keine Erfolge erzielen können.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
In meinem eigenen Studium und durch meine Beziehungen zur Wirtschaftsfakultät der Grazer Universität knüpfte ich gute Kontakte und ließ mir die geschicktesten und dynamischsten Studenten empfehlen. Natürlich achtete ich immer darauf, aufgeschlossene Mitarbeiter zu finden, die flexibel genug waren, neue Entwicklungen mitzutragen.
Ihr Lebensmotto?
Die unendliche Summe aller bekannten und nicht bekannten Informationen ist Gott, und es ist die absolute Wahrheit, der wir nachstreben.