Zum Erfolg von Wolfgang Lampert
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich innere Zufriedenheit mit dem, was man tut, und mit dem, was man erreicht hat. Diese Zufriedenheit äußert sich einerseits finanziell, andererseits in der gesellschaftlichen Anerkennung, aber auch darin, Ziele zu realisieren, ohne die eigenen moralischen bzw. ethischen Grundsätze zu verletzen. Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Die Beharrlichkeit, Ziele weiterzuverfolgen und zwar auch dann, wenn es nicht einfach ist. Als Präsident von Round Table Österreich nahm ich mir vor, Round Table Ungarn zu gründen. Im Zuge der Umsetzung meines Vorhabens kam es zu zahlreichen Kontakten, auch zu Berufskollegen, und so kam es zu meiner ersten Firmengründung in Budapest. Die Nachfrage führte mich weiter. Bald meldete ein Klient Beratungsbedarf in Zagreb an. Bevor ich nein sage, denke ich darüber nach, wie ich ja sagen kann. Also gründete ich mein Büro in Zagreb.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Nach dem Motto: Aufgegeben wird nur ein Brief!
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Als Junglehrer war es für mich ein Erfolg, zwei unterschiedliche Landesarbeitskreise zu leiten, an denen unter anderem einige Landesschulinspektoren teilnahmen. Ich sehe es auch als Erfolg, mehrere Bücher geschrieben zu haben. Ein Erfolg ist es für mich auch, einer gesellschaftlichen Gruppe nach einer demokratischen Wahl vorstehen zu dürfen. Die drei Ehrenmitgliedschaften sind eine Anerkennung für diese Tätigkeiten. Mein jüngster Erfolg ist jener, beim Verfassungsgerichtshof einen Fall gewonnen zu haben. Seither können Dienstnehmer bei sich Dienstnehmer anstellen und den Aufwand als Werbungskosten abschreiben. Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Mein Klassenvorstand am Pestalozzi-Gymnasium, Herr Prof. Dr. Alois Degen, hat mich besonders geprägt. Er unterrichtete Deutsch und Geschichte und vermittelte uns Schülern eine grundlegende Geisteshaltung. Meine Großmutter, Frau Gabriele Lex, die in ihrem Auftreten und ihrem Verhalten so stark war, wie sie klein war, hat mich bestimmt auch geprägt.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Mitarbeiter sind für mich ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? Das Gefühl in der Magengrube - der erste Eindruck - und die Stationen des Lebenslaufes sind die Grundkriterien bei der Auswahl der Mitarbeiter. Beim Lebenslauf muß man es verstehen, zwischen den Zeilen zu lesen, denn jeder Bewerber möchte seine Qualifikationen ins beste Licht rücken. Die lokale und familiäre Herkunft kann auch bei der Entscheidung mitspielen.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich versuche, den Teamgeist zu fördern und positive Aktionen von Mitarbeitern im Gespräch hervorzuheben und zu belohnen. Man muß seine Mitarbeiter auch an die Front lassen, selbst, wenn man damit ein Risiko eingeht. Unsere Mitarbeiter genießen Fortbildungsmöglichkeiten, und wir begehen verschiedene feierliche Anlässe gemeinsam. Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Als geprüfter Credit Rating Analyst bin ich spezialisiert auf die Beratung von Klienten gegenüber Banken bei Zinsverhandlungen und habe zu diesem Thema bereits verschiedene Seminare abgehalten. Ich habe ein eigenes Programm entwickelt, das Informationen für den Klienten visuell darstellt. So kann der Mandant die Zahlen seiner Bilanz sehr schnell und sehr deutlich selbst lesen und deuten. Meine Kanzlei ist insbesondere spezialisiert auf die Betreuung von Ärzten und Apotheken. Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Der Mitbewerb ist nicht der Fokus meines Interesses. Er wird nur dann zur Herausforderung, wenn er aggressiv am Markt einsteigt und vorgibt, besser zu sein. Diese Herausforderung muß man annehmen und zeigen, daß man selbst besser ist.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Mit einer straffen Organisation und dem Verständnis des Ehepartners, der weiß, nicht einen Beamten, sondern einen Unternehmer geheiratet zu haben, lassen sich Beruf und Privatleben vereinbaren. Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Es ist wichtig, im weitesten Sinne das zu tun, was Spaß macht, aber unter der Rahmenbedingung, 110 Prozent zu geben. Es gibt wohl kein Berufsbild, das nicht auch in Zukunft in irgendeiner Weise existieren wird, und irgendjemand wird es ausfüllen. Um dorthin zu kommen, sind zwei Dinge notwendig, einerseits, wirklich besser zu sein als die anderen, andererseits, in der Lage zu sein, es die anderen wissen zu lassen. Dazu braucht man Chancen, dazu braucht man Glück, und man braucht auch die richtigen Leute, die einen positionieren. Eine Null kann man nur einmal positionieren. Dort, wo ein normaler Mensch sagt, ich kann nicht mehr, dort geht es für den Karrieremenschen erst richtig los.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Die mittelfristige berufliche Stabilität ist das allgemeine Ziel. Ganz konkret möchte ich im Klientenkreis der Apotheken und Ärzte weiter vorwärtskommen und meine Position festigen. Meine privaten Ziele sind, mit meiner Gattin und unseren beiden Kindern ein harmonisches Familienleben zu führen und auch meinen Kindern aus erster Ehe bei Problemen beistehen zu können.
Ihr Lebensmotto?
It CAN be done!