Zum Erfolg von Gabriele Höllinger
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Für uns bedeutet Erfolg, seine Ziele zu verwirklichen, daraus Zufriedenheit zu erlangen und Anerkennung aus dem Umfeld zu erhalten.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, da wir zufriedene Gäste und zufriedene Kunden haben und ein harmonisches Familienleben führen.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Es war wesentlich, Mut zur Veränderung zu zeigen, Neuerungen einzuführen und moderner zu werden. Zudem zeichnet uns aus, daß wir ein starker Familienbetrieb sind.
Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Mein Erfolgsrezept lautet, Traditionelles mit Neuem zu verbinden. In der heutigen Zeit muß man stets Kreativität zeigen und seinen Gästen Neues anbieten. So haben wir zahlreiche Spezialitäten kreiert und bieten jeden Monat Schmankerln aus unserer Küche und vom Hof an, was unsere Gäste sehr zu schätzen wissen. Wir können auch auf zahlreiche kulturelle Veranstaltungen verweisen, so hatten wir schon Senta Berger, Alfons Haider und Karl Merkatz im Haus. Auch waren Josef Hader, Otto Schenk, Erwin Steinhauer und andere bekannte österreichische Kabarettisten bei uns zu Gast.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Wir sehen es als große Anerkennung, daß Stammgäste unsere Produkte und das Ambiente loben, immer wieder kommen und sogar neue Gäste mitbringen.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Viele Stammgäste wissen, daß die Chefin höchstpersönlich für unsere naturnahe, gesunde und schmackhafte Küche verantwortlich ist.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Wir haben drei Geschäftsfelder: zum einen unsere Gastwirtschaft, zum anderen unsere Landwirtschaft, das „Etzlbergergut“, welches zu den ältesten Gehöften Oberösterreichs zählt und vor über 700 Jahren erstmals urkundlich erwähnt wurde. Im Dezember 2004 wurde auf biologische Bewirtschaftung umgestellt, und wir halten neben Schweinen auch Hochlandrinder. Mein Mann und mein Schwiegervater beschäftigen sich zudem mit unserer Forstwirtschaft. Unser Gasthaus verfügt über einen Panoramagastgarten, wir haben auch eine halbautomatische Kegel- und Eisbahn, einen schönen Kinderspielplatz im Freien und einen überdachten und gemütlichen Innenhof. Unsere Spezialitäten, die Mühlviertler Hausmannskost, Schmankerl vom Hochlandrind und unsere Holzofensurbrateln sind weit über den Ort hinaus bekannt. Zudem finden das ganze Jahr über verschiedene Veranstaltungen statt. Wir sind ein reiner Familienbetrieb, wobei uns eine gute Fee und Aushilfen in Spitzenzeiten zusätzlich unterstützen. Unsere beiden Töchter arbeiten mit großem Engagement und großer Freude mit. Wir empfehlen uns für Taufen, Firmungen, Geburtstags- und Firmenfeiern bis zu 60 Personen bzw. 100 Personen im überdachten Innenhof. Zahlreiche Schul- und Wandergruppen besuchen uns auf ihren Wanderungen im Sommer und im Herbst.Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Wir pflegen mit anderen Gastbetrieben einen kollegialen und von gegenseitiger Wertschätzung geprägten Umgang und versuchen, unsere Gäste bestmöglich zu verwöhnen.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Kraft hole ich mir bei Wanderungen, beim Sport und meinen Hobbys, Kultur und Musik. Wir haben am Montag Ruhetag, und am Dienstag ist erst ab 18 Uhr geöffnet.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Es ist wesentlich, Fleiß, Engagement und Freude an der Arbeit an den Tag zu legen und offen für neue Dinge zu sein.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Die Modernisierung der Gastwirtschaft soll vorangetrieben werden, so werden Teile der Einrichtung erneuert und auch ein Kinderspielzimmer im Inneren errichtet. Die AK-Kultur ist bei uns Stammgast, und ich möchte auch unsere Veranstaltungstätigkeit noch ausweiten. In privater Hinsicht wünsche ich mir, mit meiner Familie weiterhin glücklich zu sein, zufriedene Gäste zu haben und mit meinem Mann gemeinsam alt zu werden.
Ihr Lebensmotto?
Den Menschen Freude entgegenbringen.