Zum Erfolg von Daniela Kasparek
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg ist sicherlich die Frucht von sehr viel Einsatz. Erfolg heißt für mich, daß ich nach der Arbeit zufrieden nach Hause gehen und mich auch in den Spiegel schauen kann. Es ist wichtig, ein Ziel vor Augen zu haben und sich nicht beirren zu lassen, wenn man weiß, was man will.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, ich glaube schon. Ich bin mit dem Erreichten sehr zufrieden.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Zunächst die ausgezeichnete Ausbildung im Preyer’schen Kinderspital, dann die Tatsache, daß meine Familie stets hinter mir stand, und wohl auch meine Art, mit Menschen umzugehen.Ist es für Sie als Frau schwieriger, erfolgreich zu sein? Eigentlich nicht, ich habe persönlich keine derartigen Erfahrungen gemacht. Natürlich hat man als berufstätige Frau mit Kindern manchmal die doppelte Belastung, aber das läßt sich nicht ändern.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Ab dem Zeitpunkt, da ich merkte, daß ich in der Ordination reüssieren könnte. Damals gelang es mir auch, mehr Selbstbewußtsein als im Spital zu entwickeln.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Die Übernahme der Ordination und die Übersiedlung in die neuen Räumlichkeiten waren sehr erfolgreiche Entscheidungen, die ich beide zum richtigen Zeitpunkt traf.Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Ja, meine Eltern haben mich sehr geprägt. Von der Persönlichkeit meines Vaters und seiner Art, mit Schwierigkeiten umzugehen, konnte ich viel lernen. Auch meine Mutter, die eigentlich immer wollte, daß ich Ärztin werde, war mir ein wichtiges Vorbild. Schließlich muß ich hier auch meinen Mann erwähnen, der mich immer wieder ermutigte, weiterzumachen, als ich versucht war, aufzuhören. Schließlich auch Prof. Stögmann, mein ehemaliger Chef, der immer an mich glaubte und mich darin bestärkte, in der Pädiatrie zu bleiben.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Der zufriedene Patient, der immer wiederkommt, ist für mich die wichtigste Anerkennung. Auch seitens meiner Mitarbeiter erfahre ich Anerkennung, wenn ich z.B. höre, daß sie gerne mit mir arbeiten. Auch meine Kinder sagen mir, daß sie stolz auf ihre Mutter sind.Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst? Die mangelnde Kommunikation innerhalb der Ärzteschaft ist ein Problem. Es scheint so, als ob jeder in seiner Zelle säße und mit den anderen nichts zu tun haben wollte.Welche sind die Stärken Ihrer Ordination? Wir sind gut organisiert und genießen das Vertrauen unserer Patienten. Wir vermitteln unseren Patienten, daß wir jederzeit für sie da sind.Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Eigentlich bin ich für Kooperationen recht offen. In unserer Generation gibt es eine gute Zusammenarbeit und ein Interesse für das, was die anderen tun, und wir ziehen alle an einem Strang.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ganz gut. Meine Kinder akzeptieren mein berufliches Engagement eigentlich problemlos.Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Etwa drei Wochen pro Jahr. Für niedergelassene Ärzte ist es einfach wichtig, ständig auf dem laufenden zu bleiben.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Mein großes Ziel war der Umzug, und den haben wir gut überstanden. Derzeit möchte ich einfach so gut weitermachen wie bisher.