Zum Erfolg von Michael Flandorfer
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet insgesamt Zufriedenheit für mich. Im Falle einer selbständigen Tätigkeit spielen dabei wirtschaftliche Zahlen naturgemäß eine wichtige Rolle.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ich würde mich auf dem Weg dorthin bezeichnen.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Eigeninitiative und die Erkenntnis, ob man zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort ist, sind Faktoren, die ich als wesentlich bezeichnen möchte. Hinzu kommt die Fähigkeit, Ziele mit Ausdauer und Zähigkeit konsequent und trotz einzelner Rückschläge zu verfolgen und damit letztendlich auch zu erreichen. Wichtig ist natürlich auch zu erkennen, ob der eingeschlagene Weg nachjustiert werden muß oder Zielsetzungen eine Veränderung nötig haben, sonst können Unternehmensgründungen sehr bitter ausgehen.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich sortiere Herausforderungen einerseits nach emotionaler Wichtigkeit und andererseits nach rationalen Richtlinien.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Diese Frage ist für mich nicht ganz leicht zu beantworten, da ich schon sehr früh die Gabe hatte, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Frühe Erfolgserlebnisse stärken das Selbstvertrauen, und daraus entstehen die nächsten Erfolge. Ich würde sagen, daß ich mich schon mit ca. 25 Jahren erfolgreich fühlte.
Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Wir haben mit der Gründung dieses Unternehmens versucht, eine Kopie noch besser umzusetzen, und das ist uns gelungen.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Diese Person ist mit hoher Wahrscheinlichkeit Christopher Perrin, mein ehemaliger Chef bei CA/IB, ein Amerikaner, der mir eine sehr moderne Auffassung von Management vorgelebt hat.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Die für mich relevante Anerkennung kommt vor allem von meinen Kunden und ist damit untrennbar mit dem Erfolg des Unternehmens verbunden.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Da wir eine absolut Niedriglohnbranche sind, stellt sich für immer mehr potentielle Mitarbeiter die Frage, ab welchem Lohnniveau es sich nicht mehr auszahlt, arbeiten zu gehen. Dies ist aber sicherlich ein gesellschaftspolitisches Problem und betrifft nicht nur unsere Branche.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Jeder unserer Mitarbeiter ist wichtig, wobei es keine Rolle spielt, ob er im Innen- oder Außendienst tätig ist.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Personalentscheidungen treffe ich vor allem aus dem Bauch.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Hohe Fluktuation ist für ein Unternehmen nicht immer gut. Unser Betriebsklima reflektiert eine gewisse Aufbruchstimmung, die sehr stark dazu beiträgt, Engagement und Motivation zu fördern und Identifizierung mit dem Unternehmen zu schaffen.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Zu Beginn zeigten die Mitarbeiter einiges Erstaunen, daß ein völlig Branchenfremder in dieses Geschäftsfeld einsteigt. Mittlerweile schätzen sie den etwas anderen Umgangston innerhalb des Unternehmens und sind stolz, in meinem Team tätig zu sein, das in kurzer Zeit sehr viel geschafft hat.Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Wir ignorieren sie weitestgehend und konzentrieren uns auf eigene Aktivitäten.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich trenne die beiden Bereiche.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Diese Frage ist derzeit ein wunder Punkt für mich, doch ich habe mir in nächster Zeit einiges vorgenommen.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Man sollte sich genügend Zeit nehmen, um herauszufinden, was einen wirklich interessiert und nicht unbedingt die erstbeste Entscheidung einzementieren. Dazu wäre es sehr hilfreich, in Branchen hineinzuschnuppern, in denen man in relativ kurzer Zeit Einblick in ein breites Spektrum erhält. Dazu gehören Unternehmensberaterfirmen und Banken.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Mein Ziel ist es, weiterhin maximale Freude und Spaß an meiner beruflichen Tätigkeit zu haben.