Zum Erfolg von Werner Past
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Ich bin ein ehrgeiziger Mensch und versuche in meinem Tun, sei es beruflich oder sportlich, meine gesetzten Ziele zu erreichen. In sportlicher Hinsicht haben sich meine Ziele altersbedingt etwas verändert, aber beruflich versuche ich weiterhin auf dem neuesten Stand zu sein, um meinen Patienten die bestmögliche Behandlung zu garantieren. Auf der privaten Ebene versuche ich eine gute Ehe zu führen und meinen Kindern ein intaktes Familienleben zu bieten.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, nach meinen Kriterien bin ich mit dem, was ich erreicht habe, zufrieden.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? In meiner Ausbildung zum Arzt habe ich schon sehr früh festgestellt, daß ich einen sehr guten Zugang zu anderen Menschen habe, was mir auch von vielen Seiten bestätigt wurde. Ich führe das auf mein Elternhaus und die strenge Erziehung durch die Jesuiten im Internat von 1955 bis 1961 zurück. Ich möchte auch erwähnen, daß ich durch die Musik, die einen sehr großen Stellenwert in meinem Leben hat, viele wunderbare Menschen kennengelernt habe, auch große Persönlichkeiten, und entdecken konnte, daß die meisten davon ganz bodenständige Menschen geblieben sind.Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Die Professoren Schön und Krekeler haben mich in meiner Ausbildung am meisten geprägt, von ihnen habe ich die Grundsätze unseres Berufs erlernt.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Die wichtigste Anerkennung ist für mich das Lob zufriedener Patienten.Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst? Der Tourismus zu den Zahnärzten nach Ungarn ist ein Problem, das sich nicht so leicht lösen läßt. Ich arbeite mit sehr teuren Geräten, um Zähne wenn möglich zu erhalten oder sie nach modernsten Möglichkeiten zu ersetzen. Zahnärzte, die sich so eine Ausrüstung nicht leisten, können nicht diesen Qualitätsstandard bieten und arbeiten dadurch nicht im Sinne des Patienten. Auch die Fortbildungskosten steigen immer mehr, und viele junge Kollegen werden in Zukunft sehr genau überlegen müssen, welche Kurse seriös und wichtig und welche nur Geschäftemacherei sind.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Meine Mitarbeiter sind sehr wichtig, um mich in der Praxis zu unterstützen und ein positives Klima für den Patienten zu schaffen.Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? Zuerst einmal nach Persönlichkeit und Sympathie. Ich versuche im Gespräch herauszufinden, wie der Bewerber mit anderen Menschen umgeht, und erst in zweiter Linie lege ich Wert auf ein gutes Zeugnis.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Durch sehr viel Freizeit, wir haben sehr angenehme Arbeitszeiten, und durch ein positives Arbeitsklima.Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Zu unseren Stärken zählt sicher die gute Stimmung, die in der Praxis herrscht. Bei uns fühlen sich die Patienten wohl, und sie werden nach den neuesten Methoden behandelt.Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Ich finde ein gutes Auskommen mit Kollegen und bekomme öfter Patienten von ihnen zugewiesen. Auch ich vermittle manchmal Patienten zu Spezialisten weiter, damit sie die bestmögliche Behandlung erhalten.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich halte fixe Arbeitszeiten ein, und ich nehme mir genügend Zeit, um etwas mit meiner Familie zu unternehmen oder Sport zu betreiben.Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Ich lese sehr viel, sicher eine Stunde am Tag, und besuche etwa drei bis viermal im Jahr Wochenendseminare. Einmal im Monat werden auch Abendseminare in Wien angeboten, die ich ebenfalls besuche, um mich weiterzubilden.Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Ich kann nur raten, in keiner Situation zu vergessen, woher man kommt, sich also immer an seine Basis zu erinnern. Man darf nicht überheblich werden und muß sich immer wieder Ziele stecken, die man konsequent verfolgt.
Ihr Lebensmotto?
Sich jeden Tag auf etwas freuen.