Zum Erfolg von Olaf H. Meidt
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg umfaßt für mich verschiedene Aspekte. Bezogen auf meinen Tätigkeitsbereich freut es mich, wenn mich Journalisten gerne kontaktieren und meine Flexibilität wie auch mein rasches Eingehen auf ihre Wünsche schätzen. Natürlich ist es mir auch ein großes Anliegen, die Kernbotschaften des Produktes angemessen nach außen zu transportieren. Als Schnittstelle des Unternehmens zur Öffentlichkeit ist mir die Plazierung unserer Kernbotschaften besonders wichtig. Der finanzielle Aspekt ist nicht der eigentliche Antrieb für die Ausübung meines Berufs, sondern ein notwendiger Bestandteil des Lebens. Meines Erachtens erfährt ein Gefühl des Verbundenseins mit seinen beruflichen Anliegen und die überzeugende Außendarstellung dieser beruflichen Motivation ohnehin Anerkennung.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
In Anbetracht meiner ursprünglichen Möglichkeiten bin ich sehr damit zufrieden, daß ich mich heute mit Themen, die mich immer schon interessierten - kombiniert mit meiner Kommunikationsgabe - in einem angenehmen Rahmen beschäftigen kann. Ich bin auch glücklich darüber, mich bester Gesundheit zu erfreuen.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Um in der Presseabteilung eines Unternehmens erfolgreich agieren zu können, benötigt man journalistisches Gefühl. Journalisten sind unsere Kunden, und die Kontakte zu ihnen werden begünstigt, wenn man als Pressesprecher in der Lage ist, ihnen fundierte, gut aufbereitete Information zukommen zu lassen. Ich verstehe es, Beiträge sehr gut aufzuarbeiten und auf meine Kunden aktiv zuzugehen. Behutsam finde ich heraus, welche Art und Qualität von Information für die Öffentlichkeit von Relevanz ist.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Ich erwarte mir von meinen Mitarbeitern, das Core Business des Unternehmens derart zu verinnerlichen, daß sie rasch und kompetent auf Anfragen reagieren können. Eigenverantwortlich zu agieren erachte ich als ebenfalls sehr wichtig.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich trenne diese beiden Lebensbereiche, auch wenn es sich natürlich immer wieder einmal ergibt, daß man etwas mit jemandem aus dem beruflichen Umfeld unternimmt. Eine gewisse Distanz ist jedoch nötig, um letztendlich auch den Kopf immer wieder freizubekommen.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Grundsätzlich bin ich der Ansicht, daß man die Berufswahl von seinen Fähigkeiten und Talenten abhängig machen sollte. Auch ist heute in allen Berufen viel größere Flexibilität gefragt als früher. Das berufliche Umfeld ändert sich ständig, die Ladenöffnungszeiten werden den Bedürfnissen angepaßt, etc. Man findet seine berufliche Heimat zukünftig nicht nur mehr in seinem angestammten Bereich, sondern muß lernen, über seinen Tellerrand zu schauen. Auch wird es immer wichtiger sein, sich permanent weiterzubilden und Mobilität an den Tag zu legen. Generell sollte man kein Fachidiot bleiben, sondern immer nach links und nach rechts schauen und sich ein möglichst vielfältiges Wissen aneignen. Leistungsbereitschaft und hohe soziale Kompetenz sind unentbehrlich, um voranzukommen, vor allem, wenn man eine Führungsposition übernehmen möchte. Mit einem Fingerschnippen ist es heute nicht mehr getan. Leider wird gerade in der Mitarbeiterführung noch vieles falsch gemacht. Gutes Benehmen und gepflegtes Auftreten sind ebenfalls wichtige Faktoren, die eine Führungspersönlichkeit auszeichnen sollten.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Die Konzentration von drei Marken in der Öffentlichkeitsarbeit von General Motors ist in vielerlei Hinsicht eine neue Herausforderung, die gemeistert werden muß. Nicht nur um Synergien besser nützen zu können, sondern um für alle drei Marken nebeneinander eine eigenständige Positionierung und einen eigenen Auftritt zu gewährleisten, gleichzeitig aber im Backoffice-Bereich im Team eng miteinander zusammenzuarbeiten.