Zum Erfolg von Tome Lozanovski
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Ich sehe den Erfolg als natürlichen Zustand an. Wir müssen aufhören, nur in Problemen zu denken, sondern sie loslassen. Der Mensch selbst ist der größte Störfaktor seines Erfolges. Der Erfolg an sich setzt sich aus vielen Faktoren zusammen.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, ich definiere Reichtum auch damit, mir Zeit für die Familie nehmen zu können. Reichtum heißt, daß wir von irgend etwas mehr zur Verfügung haben, als wir tatsächlich brauchen. Dabei stellt die Angstmache einen der größten Störfaktoren dar.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Die Zeit nach Abschluß meines Studiums war in Mazedonien nicht leicht, sodaß ich bald nach einem Weg suchte, mein erworbenes Wissen einsetzen zu können. Ich suchte nach einem Land, das mit gefällt. Da ich die deutsche Sprache in der Schule gelernt habe, bin ich schließlich in Wien gelandet. Nach einigen Monaten, als ich mich halbwegs etabliert hatte, kam meine Familie nach. Die Verwirklichung eines Traums gelingt erst dann, wenn ich alles so sehe und visualisiere, als wäre es bereits geschehen. Phrasen wie Ich werde und Ich möchte sind demnach aus dem Wortschatz zu streichen. Ein Morgen wird immer nur ein Morgen bleiben.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich bilde mich immer wieder am Institut für Klinische Hypnose fort, wo ich gelernt habe, Ärger nicht aufkommen zu lassen. Dieser ist eine seelische Blockade, die man löschen soll. Ärger, Angst und Schuldgefühle sind nur Störfaktoren am Weg zum Erfolg, und sie machen krank. Eine buddhistische Weisheit sagt, man solle sehr wohl zuhören, jedoch niemandem glauben, sondern immer selbst eine Entscheidung treffen. Eine große Weisheit ist jene, zuerst ans Geben zu denken, bevor man danach strebt, etwas zurückzubekommen. Diese Philosophie funktioniert im Privatleben, aber vor allem auch im Beruf. Ich denke nicht in Problemen, sondern in Lösungen.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Meine erfolgreichste Entscheidung war, nicht mehr auf meinen Vater zu hören. In weiterer Folge war dies auch ein Faktor, um gesund zu bleiben. Bereits mit meinen Kindern arbeite ich in diese Richtung, positive Glaubenssätze zu verinnerlichen und an sich selbst zu glauben.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Ich wurde sehr von meiner Familie geprägt. Ich stamme aus einer Großfamilie, wo wir gewohnt waren, täglich Besuch zu bekommen. Mein Urgroßvater Georgy Lozanovski war ein Großgrundbesitzer, der später enteignet wurde.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Neben dem Beruf ist die Familie ein ganz wichtiger Bereich. Ich verstehe die Leute nicht, die hier eine klare Trennung vornehmen wollen, da man dann ja in zwei Welten lebt. Ich nehme mir bewußt auch unter der Woche für meine Familie Zeit und beziehe die Familie in meine Entscheidungen mit ein.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Mein Ziel ist, meine geistige Haltung und mein Niveau weiter zu steigern, sachliches Denken an den Tag zu legen und alles sofort in die Realität umzusetzen. Alles, was ich gelernt habe, möchte ich an andere Menschen weitergeben. Ein persönliches Ziel ist es weiters, Hypnosetrainer zu werden. Auch gehört zu meinen Vorhaben, das Unternehmen weiterhin aufzubauen und eine fließende Energie zu schaffen. Ich höre auf meine Intuition und weiß inzwischen, daß ich mich auf meine innere Stimme verlassen kann - so treffe ich viele meiner Entscheidungen.
Ihr Lebensmotto?
Die vier M: Man muß Menschen mögen!