Zum Erfolg von Johann Knautz
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Am Anfang analysiere ich: Wo stehe ich, wo will ich hin, und auf welchem Weg komme ich dorthin? Dann gehe ich diesen Weg, auch wenn es lange dauert, und wenn ich mein Ziel schließlich erreiche, war ich erfolgreich. Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Ich habe mir immer realistische und greifbare Ziele gesetzt, die ich dann konsequent verfolgte. Manchmal ist auf dem Weg dorthin auch eine kleine Kurskorrektur notwendig. Außerdem habe ich Spaß an der Arbeit und gehe jeden Tag gern in die Firma - auch das ist Erfolg.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Wenn sich ein Kunde beim Kauf eines unserer Produkte ehrlich freut und er diese Freude auch zeigt, macht mich das froh und glücklich. Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? Als ich zum Lagerhaus TC kam, gab es eine alte Garde von sieben Verkäufern. Alles lief nach Schema F wie seit 20 Jahren, eine Modernisierung und Anpassung an neue Gegebenheiten war dringend notwendig. Es passierten immer wieder Fehler, einige Verkäufer konnten mit dem frischen Wind nicht umgehen, und wir mußten neue Mitarbeiter suchen. Bisher war man davon ausgegangen, daß ein Vertriebsmitarbeiter in unserer Branche die Landwirtschaft von A bis Z kennen und zum Beispiel wissen muß, wie ein Traktor oder ein Mähdrescher funktioniert. Ich ging dann einen neuen Weg und nahm einen Quereinsteiger, einen Abteilungsleiter eines Baumarktes, auf. Ich büffelte mit ihm drei Monate Landtechnik, wir schulten ihn mit Unterstützung der Kollegen ein und schickten ihn auf technische Schulungen. Unsere gemeinsame Anstrengung hat sich gelohnt, nun ist er einer unserer erfolgreichsten Verkäufer. Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Wir sind der größte Landtechnikhändler Österreichs und fungieren für gewisse Produkte selbst als Generalimporteur. Wir haben im ganzen Land 210 Lagerhaus-Werkstätten, die eng mit dem Vertrieb zusammenarbeiten. Lagerhaus TC in Wiener Neustadt hat eine starke Verkäufermannschaft und kann seine Kunden öfter, schneller und dadurch zuverlässiger betreuen. Wir sind für die Kunden ein absolut fairer Partner. Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Es gibt Händler, die wir in kleinem Rahmen mit bestimmten Produkten beliefern. Natürlich nur, wenn wir dabei ein Geschäft machen, und wenn dieser Händler in diesem Bereich nicht ein potentieller Konkurrent ist.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Das ist sehr schwierig und nur mit einiger Disziplin zu meistern. Ein Kriterium dabei: Ich komme sehr früh in die Firma, dafür gehe ich aber pünktlich nach Hause. Nächster Punkt: Ich habe meinen Verkäufern vermittelt, daß ich Samstag und Sonntag im Wochenende bin - in Notfällen bin ich jedoch erreichbar. Das klappt recht gut. Als Ausgleich zu meiner doch meist sitzenden Tätigkeit betätige ich mich in der Freizeit ein wenig körperlich und arbeite beispielsweise im Garten und in der elterlichen Landwirtschaft.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
2006 absolvierte ich einen Managementkurs an unserer Raiffeisenakademie, und 2007 war eine Stelle in unserem Unternehmen ausgeschrieben, die einen Karriereschritt vorwärts bedeutet hätte. Ich hätte diese Aufgabe wahrscheinlich auch bewältigt, aber ich bewarb mich trotzdem nicht, weil ich mich dort noch nicht wohl und sicher gefühlt hätte. Ich bin an einem Punkt meiner Karriere, wo ich innehalten und Erfahrungen sammeln muß. Deshalb liegen meine Ziele derzeit nur in meinem unmittelbaren Aufgabenbereich, wo ich unsere Erfolge gemeinsam mit den Verkäufern weiter ausbauen will.
Ihr Lebensmotto?
Ich lasse nichts mehr an mich heran, was mich wirklich tief treffen könnte.