Zum Erfolg von Florian Zelmanovics-Perl
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich das Erreichen von Zielen - egal ob als Einzelperson oder im Team, egal ob im Beruf, im Privatleben oder im Sport. Wenn ein gestecktes Ziel in einem bestimmten Zeitrahmen tatsächlich aufgeht, bin ich erfolgreich.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, in den letzten drei Jahren sehe ich mich im Sinne meiner Definition als erfolgreich. Davor war ich noch auf der Suche nach dem richtigen beruflichen Umfeld, wo ich am besten aufgehoben bin und am meisten bewegen kann.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ich konnte mein Gefühl, meine Fähigkeiten und mein Know-how an der richtigen Stelle einsetzen. Es ist sehr wichtig, den richtigen Job, die richtigen Leute um sich und die richtigen Förderer zu haben. Ich fand mit dem großen Bereich Kommunikation und Marketing mein ideales Umfeld.
Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Ich stimme eher für Originalität, für Kreativität und Innovation. Das Imitieren von funktionierenden Konzepten, sofern sie nicht zu alt sind, kann aber ebenfalls erfolgreich sein.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Ich hatte bei allen wichtigen beruflichen Stationen Personen um mich, die mir Rückhalt gaben, wenn ich neue Dinge ausprobieren wollte. Sie waren von mir und meinen Ideen überzeugt. Wenn man nicht alleine dasteht, sondern mit Unterstützung rechnen darf, ist das sehr motivierend.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Bei HP wurde ich als Kopf der Organisation gesehen, der die Dinge mitgestaltet und auch nach außen vertritt. Für meine neue Tätigkeit bei Draftfcbi kann ich noch keine Aussage treffen. Im privaten Umfeld meiner Freunde denke ich, dass meine Flexibilität geschätzt wird. Ich bin kein Sturschädel und kann mich recht gut anpassen. Trotzdem bin ich kein Mitläufer oder Ja-Sager, sondern gestalte aktiv.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Sie tragen natürlich essentiell zum Erfolg eines Unternehmens bei. Man ist niemals alleine erfolgreich. Ich habe aber gelernt, dass nicht die Zahl der Mitarbeiter entscheidend ist. Ich kann mit einem kleinen Team unter Umständen mehr bewegen als mit einem Stab von 400 Leuten.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Zunächst müssen das Anforderungsprofil erfüllt und die fachlichen Qualifikationen gegeben sein. Ein Mitarbeiter im Marketingbereich muss kommunikativ sein, präsentieren können und vor allem positiv denken. Es genügt auch nicht, nur kreativ zu sein, man muss auch strukturiert und organisiert arbeiten können. Wer sich bei einem Bewerbungsgespräch nicht selbst gut verkaufen und positiv auftreten kann, hat auch mit dem besten Lebenslauf keine Chance.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Nur mit Geld, Incentives und schönen Dingen zu motivieren ist zu wenig. Es muss das gesamte Umfeld, die Atmosphäre stimmen. Und natürlich muss der Zusammenhalt innerhalb des Teams passen. Wenn uns ein schöner Erfolg gelingt, gehört er immer dem gesamten Team - ich streife nicht alleine die Lorbeeren ein.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Bei HP gab es sehr gute Möglichkeiten, seine Arbeit auch außerhalb des Büros zu verrichten. Daher versuchte ich, spätestens um 19 Uhr daheim zu sein, um noch Zeit mit den Kindern zu verbringen. Sobald sie im Bett waren, konnte ich im Bedarfsfall zu Hause weiterarbeiten. So möchte ich es auch in meinem neuen Job als Geschäftsführer von Draftfcbi halten, wobei ich aber speziell in der ersten Zeit in der Agentur noch wesentlich präsenter sein muss. Aber prinzipiell lege ich großen Wert auf die richtige Balance zwischen Beruf und Privatleben.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Vor sechs oder sieben Jahren war es weit mehr als heute, wo ich mir im Marketing bereits ein Know-how angeeignet habe, das weit über das normale Basiswissen hinausgeht. Der nächste Schritt werden dann Fortbildungen im unternehmerischen Bereich sein.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Ich bin ein Fan des gestaltenden Marketings - was will der Markt, wie schaut die Zielgruppe aus, was tut sie den ganzen Tag, und wie kann ich sie am besten erreichen? Das sind Fragen, mit denen man sich beschäftigen muss, und nicht nur die vorgegebenen Routinen des Headquarters erfüllen. Marketing heißt nicht nur Organisieren, sondern auch Mitgestalten. Hier haben viele junge Leute vielleicht einen falschen Eindruck. Wer kein Herzblut für diesen Beruf mitbringt, ist fehl am Platz. Im Lauf meiner Karriere habe ich stets so gearbeitet, dass ich für eine freiwerdende Position der logische Nachfolger war. Es ist also wichtig, vorauszuplanen und seiner Zeit möglichst voraus zu sein. Und wenn es nicht klappt, sollte man Alternativen parat haben.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Es war von mir schon länger geplant, auf die Agenturseite zu wechseln. Dieses Ziel habe ich mit Mai 2007 erreicht. Hier möchte ich mit meinem Know-how dazu beitragen, die Produkte und Dienstleistungen vieler verschiedener Kunden aus unterschiedlichen Branchen erfolgreich zu vermarkten. Diese Aufgaben gehe ich nun voller Freude an.