Zum Erfolg von Gerald Tretter
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Es gibt für mich keine allgemeingültige Definition, jeder hat eine individuelle Sichtweise von Erfolg. Ich persönlich sehe darin die optimale Vereinbarung von Beruf und Privatleben, aber auch persönliche Zufriedenheit nach Entscheidungen, die zugunsten von Mitarbeitern oder Kunden getroffen wurden.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Wenn ich die Rahmenbedingungen betrachte, unter denen ich hier zu arbeiten begann, und dann auf die seither vergangenen Jahre zurückblicke, kann ich diese Frage mit Ja beantworten. Ich war doch in der Lage, zahlreiche Veränderungen durchzuführen, und bin mit den daraus resultierenden Ergebnissen durchaus zufrieden.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Einerseits habe ich Entscheidungen stets mit meiner Familie abgesprochen, von der ich immense Unterstützung erhielt, andererseits hatte ich immer klare Vorstellungen von Veränderungen, setzte mir dezidierte Ziele, die ich erreichen wollte, und verfolgte diese - unter Ausarbeitung einer Strategie - höchst konsequent.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Als ich etwa 1995/96 die Umfrage las, die das Fessel-Institut in periodischen Abständen für Raiffeisen durchführt, konnte ich dort bereits erste Veränderungen zum Positiven feststellen, was schlußendlich auf meine Arbeit zurückzuführen war. Dieser Zeitpunkt ließ mich an meine Linie und meinen weiteren Weg glauben.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Sicherlich war die Entscheidung, nach zwölf Jahren der Bankprüfung auf die andere Seite zu wechseln und eine Raiffeisenbank als Geschäftsleiter zu übernehmen, eine sehr erfolgreiche.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Die hohe Zufriedenheit von Kunden als auch Mitarbeitern werte ich als Anerkennung. So konnten wir viele neue Kunden gewinnen, die sich aufgrund der persönlichen Betreuung bei uns sehr wohl fühlen und daher mit unseren Leistungen zufrieden sind. Das Vertrauen meiner Mitarbeiter, die selbständig Aufgaben übernehmen und auch bei Problemen zu mir kommen, bedeutet mir ebenfalls sehr viel.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Unsere Mitarbeiter sind unser größtes Kapital.Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? Es gibt natürlich bestimmte Anforderungsprofile, die erfüllt werden müssen, sowie Aufnahmetests, die es zu absolvieren gilt. Daneben sind sicherlich Loyalität und der Wille, Neues zu lernen und umzusetzen, vorrangig. Für uns als relativ kleinen Betrieb ist es zudem wichtig, daß die Mitarbeiter aus der Region kommen, auch weil sie einen besseren Bezug zu einheimischen Kunden haben, die sie in vielen Fällen kennen.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich binde bei all meinen Zielsetzungen die Mitarbeiter von vorne herein mit ein, da es einfacher ist, Ziele zu verwirklichen, mit denen man bereits vertraut ist. Sonderwünsche bei Urlauben oder Unterstützung bei privaten Anliegen sind genauso selbstverständlich wie die Schaffung eines guten Betriebsklimas, die Ermöglichung verschiedener Fortbildungen oder der gemeinsame Besuch verschiedener Veranstaltungen.Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Für uns als regionale Bank liegt unsere Stärke sicher in der Nähe zum Kunden. Aufgrund der persönlichen Betreuung und der Tatsache, daß man sich untereinander kennt, ist hier eine große Vertrauensbasis gegeben - natürlich mit Raiffeisen als starkem Partner.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
In den ersten Jahren war die Vereinbarkeit dieser beiden Bereiche sehr schwierig, da ich beruflich doch sehr in Anspruch genommen wurde. Im Laufe der Jahre konnte ich allerdings einen Konsens finden, um auch das Privatleben nicht zu kurz kommen zu lassen. Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? In den ersten vier bis fünf Jahren in meiner Funktion als Geschäftsleiter wendete ich sicherlich drei bis vier Wochen pro Jahr auf, wobei hier besonders Seminare zum Bereich Persönlichkeitsbildung im Vordergrund standen. Auch heute besuche ich immer wieder Fortbildungsveranstaltungen, allerdings variiert der zeitliche Aufwand stärker als zu Beginn.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Derzeit befinden wir uns in einer Übergangsphase, da mein Kollege in der Geschäftsleitung nun in Pension ist und ein neuer einzuschulen ist. Ansonsten möchte ich weiterhin für unseren guten Namen und unsere Reputation arbeiten, unsere Kunden weiterhin bestens betreuen und stets ein angenehmes Arbeitsklima für unsere Mitarbeiter schaffen, denn der Erfolg der Raiffeisenbank Gratkorn trägt auch wesentlich zu meinem persönlichen Erfolgsgefühl bei.