Zum Erfolg von Gabriele Karanz
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, auch Ziele, deren Verwirklichung fraglich war, dennoch zu erreichen.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, weil ich alles, was ich erreicht habe, aus eigener Kraft schaffte.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Der Ansporn, etwas zu erreichen, was anderen verwehrt bleibt.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Indem ich sie analysiere, einen Weg suche und diesen dann beschreite.
Ist es für Sie als Frau in der Wirtschaft schwieriger, erfolgreich zu sein?
Ja, für eine Frau in unserer Branche, und auch allgemein, ist es definitiv schwieriger, Akzeptanz zu erfahren. Männer zweifeln an der Kompetenz, bei Frauen gilt man schnell als stutenbissig.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Als ich von der Berufsvertretung zur Obfrau gewählt wurde, verspürte ich ein Erfolgsgefühl.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Immer dann, wenn es mir gelingt, anderen zu helfen. Privat war die Trennung von meinem zweiten Mann eine erfolgreiche Entscheidung.
Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Originalität ist auf jeden Fall der bessere Weg.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Am meisten wurde ich von KommR. Peter Trinkl und meinen Kindern geprägt. Sie hielten mir immer einen Spiegel vor und halfen mir, meinen Weg zu gehen. Ich bin dankbar für meine wohlgeratenen Kinder.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Die Auszeichnungen, mit denen ich bedacht wurde - 2006 der Goldene Ehrenring der Tabaktrafikanten, 2007 der Titel der Kommerzialrätin - werte ich als Anerkennung.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Derzeit wird unsere Branche von zahlreichen Problemen heimgesucht, vom Zigarettenschmuggel bis zu Antiraucherkampagnen.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Ich denke, man sieht mich als erfolgreiche Unternehmerin.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Sie sind für einen erfolgreichen Geschäftsverlauf von großer Bedeutung.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Für mich gibt mein Bauchgefühl den Ausschlag. Die fachliche Kompetenz ist zu Beginn nebensächlich, denn lernen läßt sich alles.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Mit viel Lob. Gleichzeitig versuche ich auch, Fehler nicht aufzubauschen.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Unsere Trafik zeichnet sich besonders durch Freundlichkeit und die Bereitschaft, alle Kundenwünsche zu erfüllen, aus. Wir verkaufen nichts Ungesundes, sondern nur Glück und Wohlbefinden: Man kauft eine Zeitschrift oder eine Zigarre zum Entspannen, man kauft einen Lottoschein, um zu gewinnen. Und wenn man etwas erleben will, bieten wir auch Tickets für viele Veranstaltungen.
Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Unser Verhältnis zueinander ist freundschaftlich. Wir haben hier eine Trafikantengemeinschaft, die nicht überall selbstverständlich ist.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Für mich lassen sich diese beiden Bereiche problemlos miteinander vereinbaren.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Früher sehr viel, mittlerweile ist es weniger geworden.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Geht nicht gibt's nicht.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte alles so erhalten wie bisher, meine Arbeit weiterführen und noch lange nicht in Pension gehen.
Ihr Lebensmotto?
Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und gib mir die Weisheit, beides voneinander zu unterscheiden.