Zum Erfolg von Engelbert Kenyeri
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg ist die Bestätigung der vorangegangen Arbeit.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Der konsequente Einsatz in meinem Aufgabengebiet - und ein bißchen Glück gehört auch dazu.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich versuche herauszufinden, was hinter der Angelegenheit steckt. Man muß vorher überlegen, anstatt Energie zu verschwenden, indem man gleich drauf losarbeitet, ohne das wesentliche Problem zu erkennen.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Die Entscheidung, mich der Bürgermeisterwahl zu stellen, war eine erfolgreiche. Hinter der Wahl meiner Person steht ein Entscheidungsprozeß, der von mehreren Personen getragen wurde. Ich war nicht der einzige Kandidat, und es ging darum, den richtigen Weg zu wählen, um die Entscheidung zu meinen Gunsten zu beeinflussen.Gibt es jemanden der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Meine Frau unterstützt mich in allem, was ich mache, ansonsten gibt es niemanden, der mich konkret prägte. Ich bin sehr eigenständig.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Das Wahlergebnis von 2007 ist die wichtigste Anerkennung, die mir widerfuhr. Ich bekam fast 66 Prozent der Wählerstimmen, und das war ein schöner Erfolg und eine große Anerkennung.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Es ist immer überraschend, wie manche Leute auf mich zugehen, die eigentlich anders über mich denken als ich glaube. Diese Fremdsicht deckt sich nicht immer mit meinem Selbstbild. Ich denke, daß ich als streng und kontrollierend gesehen werde.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Als Bürgermeister bin ich für meine Mitarbeiter noch neu, und wir befinden uns daher in einer Gewöhnungsphase. Unterstützung ist jedoch vorhanden. Mir ist es wichtig, daß alles harmonisch abläuft, das ist ein Ziel, das ich gerne erreichen möchte.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Mir ist es sehr wichtig, daß die Mitarbeiter Entscheidungsbefugnis in ihrem Verantwortungsbereich haben. Dadurch können sie leichter zu ihrer Arbeit stehen. Wertschätzung spielt ebenfalls eine ganz wichtige Rolle. Der Mitarbeiter muß spüren, daß seine Arbeit Wert hat und anerkannt wird.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Die Gemeinde Rechnitz ist landschaftlich wunderschön gelegen. Durch die Grenzöffnung zu Ungarn befinden wir uns nicht mehr am Rand, sondern im Zentrum von Europa. Wir haben eine geringe Abwanderung, das ist im Burgenland nicht so selbstverständlich. Die Gemeinde hat eine gewisse Größe, in der man wirtschaftlich überleben kann. Das heißt, es ist auch die Infrastruktur in Ordnung.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Vor meiner Bürgermeisterzeit war es leichter. Ich habe das Zeitmanagement noch nicht richtig im Griff, weil die Verpflichtungen und die Herausforderungen, die das Amt mit sich bringt, noch nicht klar definiert sind, und ich auch meine persönlichen Wertigkeiten noch nicht definiert habe. Als Bürgermeister nehme ich derzeit an zahlreichen Veranstaltungen teil, um herauszufinden, welche Priorität sie für mich haben. Das ist noch sehr anstrengend, wird aber mit der Zeit sicher besser werden.
Wie viel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Im Augenblick habe ich meine Fortbildung ein bißchen zurückgeschraubt. Ich versuche aber generell möglichst eine bis zwei Fortbildungsveranstaltungen bzw. Kurse pro Jahr zu besuchen. Ich glaube allerdings generell, daß nicht nur das formale Lernen, sondern auch der Erfahrungsaustausch mit anderen Menschen wichtig ist.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Wichtig scheint mir, daß jeder sein Leben selbst in die Hand nimmt und Erfahrungen macht.Welche Ziele haben sie sich gesteckt? Ich stecke mir keine Ziele, ich lebe im Jetzt. Ich schaue nicht zurück und nicht zu weit nach vorne, sondern lebe im Jetzt und versuche das möglichst gut zu machen.
Ihr Lebensmotto?
Ich lebe im Hier und Jetzt. Im Vergleich zu anderen Menschen, die schon jung an ihre Pensionierung denken oder in der Vergangenheit leben, ist mein Motto, das Leben so zu nehmen, wie es ist.