Zum Erfolg von György von Purgly
Was ist für Sie Erfolg?
Ziele zu erreichen, Erfolgserlebnisse zu haben und die Anerkennung der Leistungen und Erfolge durch das Unternehmen. Dazu braucht man Ehrgeiz - man muß selber wollen und interessiert sein. Auch etwas Glück - das heißt, zur rechten Zeit am rechten Platz mit dem richtigen Rucksack (Wissen und Können) zu sein gehört dazu. Auch muß man sich selber verkaufen können.
Sehen Sie sich selbst als erfolgreich?
Absolut ja. Ich bin zwar aus adeligem Haus, wuchs aber, seit ich 10 1/2 Jahre alt war, völlig alleine, auf mich selbst gestellt, auf und habe mir alles alleine erarbeitet. Wesentlich war für mich, daß ich immer in erstklassigen Firmen gearbeitet habe. Vor der Wahl zwischen Selbständigkeit und Prestige habe ich immer das Letztere gewählt.Wie sieht Sie Ihr Umfeld? Als fröhlichen, extrovertierten und charmanten Schweizer Banker.Wobei haben Sie sich erfolgreich entschieden? Ganz alleine traf ich nie eine Entscheidung, es spielten immer auch äußere Einflüsse eine wichtige Rolle.
Was ist für Ihren Erfolg ausschlaggebend?
Ausbildung, Flexibilität (das heißt, Herausforderungen anzunehmen), gutes Auftreten und eine sympathische Ausstrahlung. Man muß den Menschen auch sympathisch sein. Ganz wesentlich ist Ehrgeiz - der Wille zum Erfolg.
Was macht Ihren spezifischen Erfolg aus?
In diese exponierte Position in Wien kam ich, weil ich das entsprechende Auftreten, Lebenserfahrung und die notwendigen Grundlagen mitbringe. Sehr wichtig ist sicher auch ein entsprechendes Beziehungsnetz.
Haben Sie diese Tätigkeit angestrebt?
Unbewußt vielleicht. Mein Großvater, der die erste ungarische Börsenzeitung herausgab, hat hier Spuren hinterlassen. Private Banker ist für mich der schönste Beruf, da ich im ständigen Kontakt mit den Kunden bin - das ist das Interessante an dem Geschäft. Karriereplanung im eigentlichen Sinn war für mich nicht so leicht möglich. Das erste Ziel war für mich, Schweizer Bürger zu werden, später strebte ich einen Direktionsposten in einer Bank an. Wenn man will, kann man fast alles erreichen. Voraussetzung ist ein klares Ziel. Ohne Ziel - wenn man sich nur treiben läßt - landet man irgendwo, wo man nicht hinwill. Ich war immer strebsam und wollte immer mehr. Das ist eine Frage des Ehrgeizes. Mit Lethargie kommt man nie in solch eine Position.
Welche Rolle spielen Familie und Mitarbeiter?
Beides ist wichtig. Hat man keine Vorgesetzten, die einen positiv beurteilen, wird man nie befördert. Private Unterstützung eine große Rolle.Nach welchen Kriterien stellen Sie Mitarbeiter ein? Lebenslauf (Berufserfahrung, etc.); Referenzen sind sehr wichtig; ebenso Sympathie/Antipathie - die ersten 5 Schritte entscheiden - Auftreten, Erziehung,..)
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ganz unterschiedlich. Motivation ist ein sehr wichtiges Element zur Förderung von Leistungen.
Kennen Sie Niederlagen?
Wie wohl jeder - wesentlich ist, was man daraus macht. Nur aus Niederlagen kann man wachsen.
Woher schöpfen Sie Ihre Kraft?
Sie wurde mir von den Eltern mit den Genen mitgegeben. Ich bin auf der optimistischen Seite des Lebens und halte es mit Murphy: Wenn man will, kann man auch.Wie lauten
Ihre Ziele?
Heute bin ich am Ende meiner Karriere angelangt.Haben Sie Anerkennung von außen erfahren? Selbstverständlich. Anerkennung ist die Motivation, die ich brauche.
Haben Sie Vorbilder?
Meine Großeltern waren sehr erfolgreich. Mein Vater hatte wegen des Weltkrieges nicht diese Chancen.Haben Sie eine
Anmerkung zum Erfolg?
Mein Leben ist durch die Auswirkungen des Krieges geprägt. Ich kam aus dem Wohlstand, den wir verloren und hatte den Willen, wieder etwas zu erreichen. Unserer Familie bereitete der Krieg große Probleme, ich mußte ganz auf mich alleine gestellt - (in meiner Jugend war ich ohne Eltern alleine in einem fremden Land) - etwas erreichen.