Zum Erfolg von Johann Hauswirth
Was ist für Sie persönlicher Erfolg? Spontan geantwortet: Die Erreichung der Ziele, die man sich selbst gesetzt hat - aus der eigenen und Fremdansicht.Bezeichnen Sie Ihren Weg als erfolgreich? Genau aus oben besagten Gründen bin ich mit den letzten 27 Jahren der Berufstätigkeit mit meinen Leistungen zufrieden. Aufgrund der langen Zugehörigkeit dürfte das auch der Eigentümer und Vorstand so sehen.Was soll man auf dem Erfolgsweg beachten, was vermeiden? Ich habe es immer so gehandhabt, daß ich mir länger Zeit ließ, die Ziele zu formulieren. Waren sie das, bin ich sehr orientiert, ohne mich ablenken zu lassen, auf das Ziel zugegangen und konnte dieses in kurzer Zeit umsetzen. Vermeiden soll man Zögerlichkeiten bei der Umsetzung. Zu schnelle Ziel-Formulierungen sind Unsicherheiten, die während dieses Weges entstehen. Finden Sie weit- oder kurzgesteckte Ziele besser? Beides ist notwendig! Die Vision für den längeren Zeitraum ist genau so erforderlich.Wie stehen Sie zu Teamarbeit und Motivation? In den letzten Jahren ist dieses Schlagwort etwas übertrieben worden. Die Teamleistung ist bei der Umsetzung wichtig, aber nicht bei der Formulierung der Ziele. Bezüglich Motivation sollte man den Mitarbeitern die Ziele verständlich machen, immer wieder in Erinnerung rufen und sie am Weg begleiten.Nach welchen Kriterien suchen Sie Ihre Mitarbeiter aus? Es gibt zwei Faktoren: 1.) Eignung für die Aufgabe; ich orientiere mich weniger an Zeugnissen, sondern daran, was hat die Bewerberin, der Bewerber für berufliche Stationen beharrlich durchgemacht. Ich will den roten Faden erkennen und keine unerklärlichen Lücken im Lebenslauf. 2.) Der Versuch, sich die- oder denjenigen im Team vorzustellen!Wie gehen Sie mit persönlicher Anerkennung um? Der Gradmesser des Erfolges für mich ist, daß Handlungen, die ich setze, nachträglich erfolgreich waren und sich als richtige Entscheidungen herausstellen. Da kann ich mir auf die Schulter klopfen und sagen: Das hast wieder gut gemachtWie wichtig ist eine funktionierende Familie auf dem Karriereweg? Das kann man aus meiner Sicht nicht trennen. Das Eine ist absolut notwendig für das Andere. Ideal ist es, eine gewisse Ausgewogenheit zu erreichen. Von einer zeitigen Ausgeglichenheit kann man ohnehin nicht sprechen, die geht immer zu Lasten der Familie. Aber, es ist keine Frage der Zeit, sondern der Intensität.Woraus schöpfen Sie Kraft? Ich bin in der glücklichen Situation, ein sehr positiv denkender Mensch zu sein. Das kann man nicht lernen, das hat man oder nicht. In diesem Sinn sind meine Batterien nie ganz leer. Ich brauche keinen Motivationsschub, sondern beginne jeden Tag mit großer Freude.Wo liegen Ihre persönlichen Stärken? Ausgewogenheit, Beharrlichkeit und Menschlichkeit. Trotzdem Ziele zu formulieren und umzusetzen, wenn sie notwendig sind und keine falsch verstandene Menschlichkeit an den Tag zu legen. Die Nähe zu Menschen intensiv pflegen und sich in die Position des anderen zu versetzen. Ich lebe mich der Rolle entsprechend ein und diese Methode hat bis jetzt gut funktioniert.Wie begegnen Sie Mißerfolgen? Das ist ein Teil des Weges. Eine Analyse starten, sich damit nicht lange aufhalten und nicht weinerlich werden.Gibt es ein Vorbild? Sicherlich nicht ein Vorbild, sondern ich gewöhnte mir an , andere Personen auf Stärken und Schwächen zu analysieren. Aus der Menge der Leute, die man im Leben kennen lernt - vor allem im beruflichen Bereich - mir das Eine oder Andere anzueignen. Nicht, um es zu kopieren, sondern nachzudenken, wie könnte es vom grundsätzlichen Ansatz her mit meinen Ausrichtungen konform gehen.Welche Spezialitäten bietet Ihr Unternehmen? Bis vor kurzem sahen wir unsere Kunden als Vertriebspartner. Wir orientieren uns jetzt neu und definieren den Begriff Kunde in Richtung Endverbraucher. Es ist unser Ziel, hier auch entsprechende Maßnahmen und Verbesserungen zu setzen. Die Erwartungshaltung aufgrund unseres Werbeauftrittes und der Marke, die wir produzieren, voll zu erfüllen. Das heißt wir gehen in die Qualitätsschiene der Kundenbetreuung mit dem Schlagwort: Ein einzelner unzufriedener Kunde ist uns zu viel.