Zum Erfolg von Werner Vogelsang
Warum haben Sie als Person bzw. das Unternehmen an sich Erfolg? Ich glaube, ich zeige in meiner täglichen Arbeit meine Flexibilität und mein Engagement und scheue mich nicht vor der Übernahme neuer Aufgaben. Ich interessierte und interessiere mich weiters immer wieder für neue Ausbildungen, und bin deshalb innerhalb des Betriebes aufgefallen. Meine Karriere habe ich nicht geplant, weil ich glaube, daß ein Karriereplan zwangsläufig zu Enttäuschungen führen muß. Wenn ich eine neue Aufgabe übernehme, gebe ich hundert Prozent und setze mich sehr stark damit auseinander. Zudem bin ich in der Lage, mich gut präsentieren zu können. Durch die vielen Funktionen, die ich im Haus durchlaufen habe, kennt man mich und weiß, daß ich mir ein enormes Spektrum an Fachwissen aneignen konnte; und da ich ein sehr neugieriger Mensch bin, suche ich immer wieder neue Herausforderungen. Ich kann aber auch nicht unerwähnt lassen, daß ich das Glück hatte, sehr kompetente Vorgesetzte zu haben, die meinen Erfolg zuließen und mir die Chance zur Veränderung gaben.Welche Kriterien sind für Sie in der Zusammenarbeit mit Mitarbeitern ausschlaggebend? Es ist mir vor allem wichtig, mit meinen Mitarbeitern offen kommunizieren zu können. Ich bin ein ehrlicher, offener und direkter Mensch und halte nichts von versteckter Kommunikation. Flexibilität und die Fähigkeit, sich auf neue Ziele einzustellen erachte ich als ein sehr wesentliches Kriterium bei meinen Mitarbeitern, ich kann Jammerei über Veränderungen absolut nicht leiden.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Am Anfang steht immer die Analyse. Danach setze ich ein Ziel, wäge meine Position innerhalb der Problemstellung ab, und gehe danach an die Umsetzung. Das Ergebnis dieses Prozesses sollte immer meßbar sein, um die Ist-Position mit der vorgegebenen vergleichen zu können. Dabei erachte ich die Arbeit im Team als enorm wichtig, weil man gemeinsam mehr erreichen kann als alleine.Wie definieren Sie Erfolg? Erfolg bedeutet für mich, eine Aufgabe zur Zufriedenheit anderer, die sich in Form von Anerkennung ausdrückt, absolviert zu haben.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Mein Ziel ist es, die Mankos in meinem Bereich ergebniswirksam im Jahr 2001 zu beseitigen und das Personalmanagement auf solide Beine zu stellen. Mittel- bis langfristig möchte ich meine Arbeitsleistung im Unternehmen wieder auf ein vernünftiges Maß reduzieren, um meine Familie und mein Privatleben nicht zu kurz kommen zu lassen.Woraus schöpfen Sie Kraft? Meine Familie ist mir sehr wichtig und gibt mir enormen Rückhalt, die Wochenenden mit ihr sind mir sozusagen heilig. Ich habe eine sehr positive Lebenseinstellung und besuche Trainings, die sich mit der mentalen Ebene auseinandersetzen, um Kraft zu schöpfen. Weiters setze ich mich mit Regenerationstechniken auseinander.Welche Ratschläge geben Sie weiter? Ich kann einem jungen Menschen nur raten, offen und flexibel zu sein und allem Neuen positiv gegenüber zu stehen. Fundierte Ausbildung ist natürlich ein guter Grundstock, die größte Gefahr liegt aber meiner Meinung nach darin, eine Ausbildung zu absolvieren und zu glauben, das Kapitel Ausbildung sei damit abgeschlossen. Ich behaupte, mit dem Einstieg in das Berufsleben fängt das Lernen erst richtig an, und wer diese Einstellung nicht hat, kann nicht erfolgreich werden. Sehr wesentlich ist auch die Persönlichkeitsbildung, weil man die eigenen Defizite nur dann bewältigen kann, wenn man sie erkennt.
Sehen Sie sich selbst als erfolgreich?
Obwohl ich nie Wert auf Erfolg im klassischen Sinn legte, sehe ich mich heute als erfolgreich und bin sehr zufrieden mit dem Erreichten, habe aber auch noch viel vor.