Zum Erfolg von Torsten Mehnert
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, ein harmonisches Familienleben zu führen, über ein regelmäßiges Einkommen zu verfügen und meine Hobbies ausüben zu können. Erfolg ist die Summe jener Wünsche, die ich mir erfüllen kann und hängt daher mit materiellen Werten zusammen.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Die finanziellen Rahmenbedingungen in der Handwerksbranche verlangen, Abstriche zu machen - dazu war ich jedoch nicht bereit. Erst dadurch eröffnete sich mir die Perspektive, mich selbständig zu machen. Die Wahl dieser Branche ergab sich aus dem geringen Kapitaleinsatz und meinen Fähigkeiten.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Ich denke, daß ich mich vorwiegend selbst organisierte und keinen Mentor in dem Sinn hatte. Ich wendete mich direkt an Finanzdienstleister und es zeigte sich, daß ich in der Verkaufs- und Vermittlertätigkeit Fähigkeiten besitze. Herr Meusl, mit dem ich 1997 in den Kommunalbereich einstieg, hat mich natürlich durch sein Wissen in diesem Bereich geprägt und ist nach wie vor ein Berater für mich.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Sie spielen eine sehr wichtige Rolle. Mittlerweile habe ich meinen Betrieb von anfänglich bis zu 35 Mitarbeitern auf ein engeres Team von sieben Angestellten reduziert, was konzentrierteres Arbeiten ermöglicht. Ich sage immer, daß sie nicht für ihren Chef arbeiten, sondern für ihren Arbeitsplatz.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Ich versuche aus den Bewerbungen die tatsächlichen Interessen herauszufiltern, und machen zwei kleine Tests beim Bewerbungsgespräch. Wenn jemand nicht mit Zahlen jonglieren kann, ist er für diesen Bereich nicht geeignet. Dies versuche ich zu eruieren. Ich stelle auch meist eine Frage zum Geschehen der Zeit, da sich gezeigt hat, daß ein interessierter Mensch, der sich auch z.B. über Zeitungen informiert, auch der aufmerksamere und selbständigere Mitarbeiter ist.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich motiviere durch Sonderzahlungen für besondere Leistungen und versuche, persönliche Hilfestellungen zu geben. Wenn ein Mitarbeiter daran denkt, ein Haus zu bauen oder zu kaufen, kann ich ihm unter die Arme greifen, indem ich ihm beispielsweise ein günstiges Angebot mache.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Was die jungen Mitarbeiter betrifft, glaube ich, daß diese mich etwas besser verstehen als ältere. Sie brauchen weniger Führung und sind eigenverantwortlich tätig. Die Älteren sagen, daß der Gehaltszettel stimmt und ich sie nicht drangsaliere, also in Ruhe arbeiten lasse.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Wir sind ein altersmäßig sehr gemischtes Team. Interessant ist, daß die älteren Mitarbeiter oftmals von den jungen lernen, was den Umgang mit neuen Technologien angeht, aber auch die Motivation innerhalb des Teams. Die auch aus dieser Tatsache resultierende Flexibilität unseres Unternehmens ist wohl unsere wesentlichste Stärke. Wir haben uns auch starke Partnerschaften außerhalb des Betriebes aufgebaut, auf deren Ressourcen wir auch ständig zurückgreifen können.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich versuche, beiden Bereichen gleich viel Zeit zu widmen. Meistens versuche ich, am Abend genug Zeit mit meiner Familie zu verbringen, gehe aber oftmals später noch einmal ins Büro und arbeite nachts. Das Wochenende versuche ich mir aber stets frei zu halten.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Eigentlich verwende ich zuwenig Zeit dafür. Einerseits informiere ich mich durch die Fachpresse, andererseits, was leider zu selten möglich ist, besuche ich ein- oder zweitägige Seminare.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Man sollte immer die Augen offen halten, ob im angestrebten Bereich noch etwas zu holen ist. Die junge Generation muß sich gerade in dieser schnellebigen Zeit sehr rasch umorientieren können.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Langfristig sollte die Firma erfolgreich bestehen bleiben, so wie sie jetzt funktioniert.