Zum Erfolg von Herwig Hösele
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich persönlich, an Projekten mitarbeiten zu können, mit denen einen Beitrag dazu leiste, die Zukunft mitzugestalten. Erfolg liegt darin, daß wir in der Bevölkerung hohe Akzeptanz genießen. Mit der spannenden Arbeit der Umsetzung politischer Visionen betraut und darin bestärkt zu werden, gibt mir Gefühl des Erfolges.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ich sehe mich als Mitarbeiter, der einen bescheidenen Beitrag zum Gesamterfolg eines guten Teams leistet.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Im Sinne meiner Arbeit, die ich als Beitrag zu einem Ziel verstehe, konnte ich recht früh wirken. Was meine journalistische Profession betrifft, hatte ich die Möglichkeit, dieses frühe Interesse seit meiner Jugend zu verfolgen und an mir zu arbeiten. Damit verbunden entwickelte sich schließlich auch mein politisches Bewußtsein.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Ich habe nie Entscheidungen im engeren Sinn getroffen, sondern die an mich herangetragenen Aufgaben erfüllt. Das trug sicherlich seinen Teil zu meinem Erfolg bei.
Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Man muß seine eigenen Begabungen in seinen Beruf einbringen, da aus meiner Sicht Imitation kein geeigneter Weg ist, seine eigene Persönlichkeit zu verwirklichen und zufrieden zu werden.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
In meiner ersten Zeit bei der Süd-Ost-Tagespost prägten mich sicherlich der damalige Kulturredakteur, Herr Arnold und der Chefredakteur, Dr. Schuster. Später waren es vor allem Dr. Josef Krainer, der mich in meinem politischen Denken stark beeinflußte, der leider früh verstorbene Nationalratsabgeordneter Heinziger und insbesondere Frau Waltraud Klasnic, die in meinem Leben eine große Rolle einnimmt.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Das Vertrauen des jeweiligen Landeshauptmannes gewinnen und erhalten zu können, war für mich große Anerkennung. Insbesondere als man mich mit einem Bundesratsmandat betraute, wurde ich in diesem Gefühl bestärkt.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Ich meine, als sehr arbeitsam, temperamentvoll und ungeduldig zu gelten. Gleichzeitig bin ich verantwortungsbewußt und ein Mensch, der selbst in schwierigen Situationen an konstruktiver Arbeit festhält und sozusagen kühlen Kopf behält.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Diese spielen eine ganz entscheidende Rolle, da sonst all meine Ideen nur in meinem Kopf existieren würden. Ich persönlich habe zur Zeit drei Mitarbeiter.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Ich lege größten Wert auf Verantwortungsbewußtsein, Loyalität, eine gewisse Bereitschaft, mit meinem Temperament umgehen zu können und achte natürlich auf fachliche Qualitäten.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Leider bin ich kein Mensch, der sehr pädagogisch agiert. Ich motiviere meine Mitarbeiter einerseits durch die hohe Latte, die ich mir selbst lege; anders ausgedrückt, indem ich von mir selbst mehr erwarte als von ihnen. Andererseits glaube ich, daß es mir gelingt, Mitarbeiter mit den richtigen Aufgaben zu betrauen, was Voraussetzung für ihren persönlichen Erfolg ist.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich habe das Glück, daß mich meine Frau von Anfang an als jenen Menschen kennenlernte, der ich mein weiteres Leben blieb. Ohne ihre Bereitschaft, mein zeitintensives berufliches Engagement mitzutragen, wäre eine so gute Beziehung mit Sicherheit nicht möglich.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Leider habe ich zu wenig Zeit für kontinuierliche Weiterbildung. Andererseits verbringe ich berufsbedingt jeden Tag mehrere Stunden damit, mich auf dem laufenden zu halten und lese in Fachpublikationen. Was ich aus verschiedenen Gründen ablehne, ist der Besuch von Managementseminaren.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Das Leben ist voller Chancen. Man sollte diese jedoch zu nutzen lernen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte meine Arbeit so gut wie möglich fortsetzen.
Ihr Lebensmotto?
Man muß sich Sisyphus glücklich vorstellen. Es ist unsere Pflicht, optimistisch zu sein.