Zum Erfolg von Kurt Mair
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich das Erreichen seiner Ziele, welche auch immer das sein mögen.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Da ich bisher viele meiner Ziele erreicht habe, sehe ich mich als erfolgreich.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ich habe schnell erkannt, daß man flexibel und vielseitig sein muß, um in seinem Bereich viel lernen zu können und dadurch voranzukommen. Diese Eigenschaften habe ich mir angeeignet. Meine Lernbereitschaft und Flexibilität waren ausschlaggebend für meinen Erfolg.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Mit dem alltäglichen Arbeitsstreß kann ich sehr gut umgehen. Durch den Sport habe ich gelernt, ausdauernd zu sein. Am Ende eines normalen Arbeitstages kann ich sehr gut abschalten. Erst wenn es größere Schwierigkeiten im Beruf gibt, kann ich mich gedanklich schwer von Problemen frei machen. Aber ich denke, daß dies normal ist und dabei hilft, Schwierigkeiten so schnell wie möglich zu lösen. In meiner Freizeit bin ich aktives Mitglied eines Theatervereins. Daß ich auch im Privatleben gefordert bin, hilft mir, einen Gedankenkreis zu finden, der mich von der Arbeit in der Bank ablenkt. Nach einem Wochenende mit meiner Familie fühle ich mich wieder erholt und kann mit neuer Energie an meine Arbeit gehen.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Im Zuge einer Bankumstrukturierung hatte jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, sich für ein Gebiet seines Interesses zu bewerben. Ich packte die Gelegenheit beim Schopf und bewarb mich als Bankstellenleiter. Zu meiner Überraschung und nach einigen Hindernissen realisierte sich mein Traum vom Bankstellenleiter bereits im Alter von 28 Jahren.
Ist Originalität oder Imitation besser um erfolgreich zu sein?
Ich denke, daß in unserer Branche Anpassung besser ist, um erfolgreich zu werden.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Mein Chef Mag. Laucher und mein ehemaliger Chef der Raiffeisenlandesbank Innsbruck, Herr Oberortner, haben mich in beruflicher Hinsicht sehr geprägt.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Ich fühle mich anerkannt, wenn meine Mitarbeiter und Kunden zufrieden sind und erkennen, daß ich mein Bestes gebe.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Das derzeit größte Problem im Bankwesen ist, daß es bei der Kreditverteilung kein effektives Risikomanagement gibt. Ein weiteres Problem sehe ich darin, daß sich viele Banken noch nicht selbstverständlicherweise als Dienstleister verstehen und Kunden dementsprechend unzureichend betreuen.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Mein persönliches Umfeld beschreibt mich als hilfsbereiten, geselligen und zuverlässigen Menschen.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Der Erfolg einer Bankstelle hängt zu 100 Prozent von den Angestellten ab. Mitarbeiter sind nach wie vor das Kapital eines Unternehmens.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
In unserem Bereich ist es wichtig, kontaktfreudig zu sein und offen auf Menschen zuzugehen. Das ist eine Grundvoraussetzung, um in einem Bereich arbeiten zu können, wo man viel mit Menschen zu tun hat. Daher müssen auch die Umgangsformen und das äußere Erscheinungsbild ansprechend bzw. gepflegt sein. Wenn diese sozialen Aspekte stimmen, kann man auch alle fachlichen Kompetenzen erlernen.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich bin ein sehr umgänglicher Chef, der versucht, die Eigeninitiative meiner Mitarbeiter zu wecken und zu fördern. Mein Führungsstil kann als liberal bezeichnet werden.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich habe diesbezüglich ganz klare Prioritäten gesetzt. Die Familie kommt vor dem Beruf. Um mir das in der Praxis auch immer wieder zu vergegenwärtigen, trage ich in meinem Terminkalender auch ganz explizit Zeit für die Familie ein.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Die Jugend soll sich Ziele setzen und diese konsequent verfolgen, dabei aber nicht den Humor verlieren.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte weiterhin ein harmonisches Familienleben führen.