Zum Erfolg von Roland Weinzettl
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Wenn ich meine Ziele erreiche und die Gäste zufrieden sind.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, denn das Lokal geht von Jahr zu Jahr besser. Wir haben bereits einen Bekanntheitsgrad, der weit über die Grenzen von Wiener Neustadt hinaus geht.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Wir haben eine Speisekarte, die sich von der anderer Lokale unterscheidet.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Schon nach eineinhalb Jahren, ab dem Zeitpunkt, wo ein kontinuierlicher Zulauf der Gäste begonnen hat.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Ein Salatbuffet einzurichten. Nach eineinhalb Jahren haben wir begonnen, zusätzliche Speiseangebote zur Standardkarte anzubieten, die oft zwei bis dreimal pro Woche wechseln.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Das ist meine Frau Josiane, sie hat den exzellenten Geschmack, Phantasie und auch die Erfahrung die unsere Küche auszeichnet. Sie hat auch die Einrichtung entworfen und ist diejenige im Hintergrund, die mir den letzten Schubbs gegeben hat, um meine vielen Ideen auch zu verwirklichen.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Es sind die Gäste, die immer wieder kommen.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Der allgemeine Glaube, daß Gastwirte millionenschwer sind, ärgert mich. Die steuerliche Belastung und die Lohnnebenkosten, wären sie nicht so enorm hoch, könnten wir mehr Arbeitsplätze schaffen.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Mitarbeiter spielen eine tragende, große Rolle, sie sind beim Gast oder in der Küche die Verantwortlichen.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Nur nach der Persönlichkeit. Das Auftreten und der Wille, sich mit unserem Betrieb zu identifizieren, zählt.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich schaffe ihnen die Voraussetzungen, daß sie sich hier wohl fühlen können.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Ich glaube, daß ich als korrekter Chef akzeptiert werde. Meine Frau ist die Strengere, aber das Personal kommt trotzdem mit Problemen immer erst zu ihr.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Es ist sicher unsere zentrale Lage am Hauptplatz, die gemütliche Atmosphäre, die gute, spezielle Küche und das ganztags. Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Mit 98 Prozent der Wirte verstehen wir uns gut und arbeiten auch gelegentlich zusammen. Im Winter ist unser Punschstand, den wir gemeinsam mit einem Kollegen betreiben, der Größte, im Sommer war es heuer Sommer in the city, wo wir wieder gemeinsam mit drei Kollegen eine große Musikveranstaltung organisierten, die die Stadt Wiener Neustadt förderte.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Das Private kommt auf jeden Fall zu kurz.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Eine Woche im Jahr ist das sicher, die wir mit Seminaren für Buchhaltung, neue Rechtslagen verwenden. Meine Gattin besucht zum Teil Kurse für gesunde Ernährung und wir nehmen auch an Sprachkursen teil.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Ohne Fachwissen und etwas Erfahrung sich nicht selbständig machen. Ansonsten lernen, Selbstdisziplin sich beweisen, Verantwortung übernehmen und bedenken: Von nichts kommt auch nichts. Sich selbst treu bleiben, ist auch noch ein wichtiger Punkt im Leben.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Wir wollen dieses Lokal weiter erfolgreich führen, für unsere Gäste Veranstaltungen organisieren und auch die Küche weiter dem Trend anpassen.