Zum Erfolg von Reinhard Pinter
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg oder Zielerreichung gibt mir Spannkraft für neue Aufgaben.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Ich hatte das Glück zum richtigen Zeitpunkt hier in diesem Unternehmen zu sein. Mitausschlaggebend waren mein Können, meine Konsequenz, mein problemorientiertes Denken und mein Organisationstalent.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Diese Frage kann ich exakt beantworten. Als ich das erste Mal mit Controlling in Berührung kam, merkte ich, wie etwas weiterging und Freude machte. Das arbeiten mit Zahlen und nicht Marketing, wie bisher, war meines. Ab diesem Zeitpunkt fühlte ich mich erfolgreich. Viele Personen vertrauen mir, bzw. den von mir gelieferten Zahlen, welche sie zur Führung des Unternehmens brauchen und das ist immer wieder eine Bestätigung für mich.Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Nein, so eine Person gibt es nicht. Ich kann nicht einmal sagen, daß ich berufliche Vorbilder gehabt hätte, allerdings lerne ich gerne und bin eine Person, die sehr stark selbst reflektieren kann und die sich selbst immer wieder hinterfrägt. Ich schätze auch die Möglichkeit mich mit Freunden zu treffen, welche auch Führungspositionen innehaben und wo wir uns in Diskussionen selbst coachen.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Primär ist für mich Anerkennung, wenn ich Verantwortung übertragen bekomme, nach außen sichtbar, als Beispiel: Erteilung der Generalhandlungsvollmacht oder Übertragung der Prokura. Eine andere Form der Anerkennung war für mich die Überreichung System Award 1997, den ich für die Einführung des Budgetierungswesens erhalten habe.Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? In unserer Firma gibt es eine Abteilung, die sogenannte Personalverwaltung, welche mit einer Personalberatungsfirma zusammenarbeitet. Wenn wir MitarbeiterInnen benötigen, wird die Vorselektion von den Beiden gemacht, dann findet ein Gespräch Personalistin-Abteilungsleiter-Bewerber statt und die letzte Entscheidung fällt in einem Abteilungs-Team-Bewerber-Gespräch.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich gebe meinen MitarbeiternInnen weitestgehend die Möglichkeit selbständig zu arbeiten. Einmal im Jahr gibt es außerhalb von Wien ein dreitägiges Teamtraining, wo ein Coach mit uns schaut, wo man etwas tun kann und wo alles besprochen werden kann. Darüberhinaus können jederzeit Probleme besprochen werden. Das kommt doch immer wieder vor, weil es die MitarbeiterInnen mit mir nicht immer leicht haben. Ich verlange von mir selbst 130 Prozent und von den Mitarbeitern 110 Prozent. Daher ist es bei guten Leistungen wichtig, Lob auszusprechen. Wir pflegen eine sehr offene Gesprächskultur.Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Wir bieten kundenorientierte Lösungen an und liegen sehr praxisnah. Wir sind ein atypisches Unternehmen und siedeln unsere Stärken im Praxisbereich an. Wir sind Dienstleister an der Wirtschaft und entlasten die Umwelt.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
In den Gründungsjahren bei ARA geriet das Privatleben unter die Räder und ich hatte große private Probleme. Ich mußte und habe es auch gelernt, ein erfülltes Berufsleben zu haben, aber auch dem Privaten den notwendigen Stellenwert zu geben.Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Ich würde der Person raten genau zu forschen, wo die Stärken liegen, um den Beruf zu finden, der im wahrsten Sinne des Wortes Spaß macht. Sollte es auf Anhieb nicht klappen, dann sollte man korrigieren bis es paßt. Ziele sollten mit Hartnäckigkeit verfolgt werden.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Meine Abteilung ist noch nicht in dem Zustand, wie ich mir das wünsche, von daher habe ich noch ca. ein Jahr Arbeit vor mir. Danach strebe ich nach neuen Ufern, entweder im Unternehmen oder anderswo. Mir geht es dabei darum, nocheinmal eine derartige Aufbauleistung zu starten, wo ich meine Stärken ausleben kann. Privat möchte ich mit mir bzw. mit meinem Partner glücklich werden.
Ihr Lebensmotto?
Mein Motto lautet: Nicht untergehen.