Zum Erfolg von Eduard Sutterlüty
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, von meinem Umfeld aufgrund meiner guten Leistungen anerkannt zu werden. Die Arbeit muß Spaß machen und dazu gehört auch der finanzielle Erfolg.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, denn den Traum, den ich als Lehrling geträumt habe, ist heute Wirklichkeit.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Die Hartnäckigkeit, mit der ich den Dingen nachgehe und die Bereitschaft, jederzeit für die Kundschaft da zu sein, gaben den Ausschlag für meinen Erfolg.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Mein Erfolgsgefühl begann nach dem zweiten Lehrjahr, als ich gemerkt habe, daß ich den anderen in vielem voraus war und mir sogar zeitweise Gesellen unterstellt wurden.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Der Entschluß, mich selbständig zu machen und später die Errichtung dieses Gebäudekomplexes waren wegweisende Entscheidungen. Der Standort ist günstiger als der alte und wir hatten schon nach dem ersten Jahr einen um 30 Prozent höheren Umsatz zu verzeichnen.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Nein, ich habe auch niemanden gebraucht, da ich schon immer gewußt habe, was ich will.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Anstatt durch gute Arbeit zu einem angemessenen Preis zum Erfolg zu kommen, wird der Wettbewerb über den Preis ausgetragen und das führt zum Preisverfall. Heute mache ich das nicht mehr mit und erstaunlicher Weise habe ich gerade in der wirtschaftlich schwierigen Zeit großen Erfolg, während viele andere, trotz Billigpreis, ums Überleben kämpfen. Obwohl ich bei den Innungstreffen immer wieder auf diese Problematik hinweise, wollen es die anderen nicht verstehen.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Die Mitarbeiter spielen eine sehr große Rolle beim Erfolg, denn es ist nicht mein, sondern unser aller Erfolg.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Ein Bewerber muß mir zum einen sympathisch und zum anderen teamfähig sein. Er muß mit Kunden umgehen können und fachlich kompetent sein. Er sollte kritisch sein und selbst Kritik annehmen können. Lernbereitschaft ist für mich entscheidender als der Schulerfolg; Zeugnisse nehme ich zwar zur Kenntnis, sie sind aber für meine Entscheidung nicht so wichtig.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Die gesamte Struktur des Unternehmens ist stark. Die Qualität stimmt, die Mitarbeiter sind einheitlich und sauber gekleidet, verlassen täglich eine gereinigte und aufgeräumte Baustelle und auch der Chef ist sich nicht zu schade, selbst ein Reinigungsgerät in die Hand zu nehmen.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Der Übergang ist fließend. Da meine Frau auch in der Firma arbeitet, besprechen wir natürlich am Abend noch das Tagesgeschehen und Pläne für die nächsten Tage. Es ist uns kaum möglich, abzuschalten. Kundenanrufe nehme ich aber am Sonntag nicht entgegen.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Ich lese viele Fachzeitschriften und beschäftige mich auch mit den Themen Management und Marketing. Zudem besuche ich einen bis zwei Kurse pro Jahr, es werden aber nicht viele angeboten, die mich wirklich interessieren.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
In die Hände spucken und arbeiten und nicht glauben, daß das Geld zum Fenster hereingeflogen kommt! Früher herrschte noch ein gewisser Zwang, der gar nicht so schlecht war, heute aber nicht mehr zeitgemäß ist. Er würde aber auch heute und morgen vielen helfen, ihr Leben zu meistern.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte weiterhin so erfolgreich sein, und damit ist ein ständiges, aber langsames Wachsen des Betriebes verbunden. Darüber, was einmal ist, wenn ich in Pension gehe, mache ich mir heute noch keine Gedanken. Wenn eines meiner Kinder in diese Richtung geht, würde mich das freuen, wenn nicht, findet sich ein Weg. Ich träume von einem kleinen Häuschen am Meer in einem warmen Land.