Zum Erfolg von Elfriede Windischhofer
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg ist für mich, meine eigene Zufriedenheit und auch die Tatsache, daß ich bei all meinen beruflichen Erfolgen noch Interesse an meinem Umfeld finde. Da ich immer mit Menschen arbeite, ist Erfolg nur ein temporärer Begriff. Erfolg darf ich nicht an meinen fertigen Projekten messen, denn was ich heute erreichte, kann morgen schon wieder überholt sein.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
In diesem Sinne sehe ich mich als erfolgreich, denn ich versuche die mir übertragenen Aufgaben zur besten Zufriedenheit zu erfüllen.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ausschlaggebend war für mich, meine große Beobachtungsgabe und der Kindheitswunsch meine Umwelt zu verbessern, und das Leben zu vereinfachen. Mit dem Ziel vor Augen, gepaart mit Zähigkeit, Mut und Zorn, forderten mich Mißerfolge erst richtig heraus.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich begegne den Herausforderungen mit Interesse und Neugierde, erst danach entscheide ich, nachdem ich mich von mehreren Seiten informieren ließ.
Ist es für Sie als Frau in der Wirtschaft schwieriger, erfolgreich zu sein?
Nein, ich glaube nicht, denn man kann mit gezielt eingesetztem weiblichem Charme, gepaart mit Können und Wissen, unter Männern sehr gut bestehen. Mit dem nötigen Respekt und Menschenwürde erreicht man vieles.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Erfolgreich war für mich, daß ich mich durch meine freiberufliche Tätigkeit auf die eigenen Beine stellte und meine Familie immer die Hauptrolle in meinem Leben spielen ließ.
Ist Originalität oder Imitation besser um erfolgreich zu sein?
Originalität im Sinne von Kreativität finde ich eindeutig besser, dadurch kann man auch zum Original werden.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
In erster Linie Martin Luther King, denn er lehrte mich für Dinge einzustehen, koste es, was es wolle. Ein Pool unendlichen Wissens ist für mich die Bibel.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Die Anerkennung und Unterstützung durch die Familie waren ständig ein Gradmesser meiner Tätigkeit. Lob durch das Ludwig Boltzmann Institut und mancher Mentoren machte mich persönlich sehr stolz, sowie die Anerkennung der Medien durch den errungenen EXPO 2000 Preis in Hannover.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Überdenken muß man in Zukunft den rasanten Anstieg der Kosten im Sozialbereich.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Diese haben einen sehr großen Anteil, denn ich arbeite mit innovativen Menschen, die mitdenken.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Indem ich selbst mit anpacke, über meine Ideen spreche, Arbeitskreise bilde und die Mitarbeiter frei entscheiden lasse.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
In erster Linie werde ich sehr menschlich gesehen, jedoch bestimmt auch als harte Arbeiterin, die manchmal etwas launisch und unbequem ist.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Unser Haus ist sehr unkonventionell. Wir beschäftigen uns nicht nur mit den Defiziten unserer Patienten, sondern auch mit deren Recourcen.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Mein Privatleben findet am Wochenende statt, da ich unter der Woche auch hier im Schloß wohne.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Ich verwende etwa eine Stunde pro Tag.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Ich rate jeden, seinen eigenen Zielen und Visionen treu zu bleiben.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Nach dem Fertigstellen der Schloßkapelle möchte ich mich um internationale Sozialprojekte kümmern unter Berufung auf meine EXPO-Kontakte.
Ihr Lebensmotto?
Ich lebe Respekt und Menschenwürde allen Menschen gegenüber aus.