Zum Erfolg von Robert Dalmatiner
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, die Dinge, die mir im Leben wichtig sind, zu erreichen. Weiterhin zähle ich zum Erfolg, immer die Gewißheit zu haben, gute Arbeit zu leisten, die anerkannt wird, und auch bei kleinsten Eingriffen perfekt zu sein.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Da ich das erreicht habe, was ich erreichen wollte, sehe ich mich durchaus als erfolgreich.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Das große Engagement, mit dem ich die Dinge angegangen bin, war ausschlaggebend für meinen Erfolg.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Als ich nach etwa drei Jahren feststellen konnte, daß meine Finanzierungspläne realisierbar wurden und mir keine Gedanken mehr über Tilgung der zur Ordinationsgründung aufgenommenen Kredite machen brauchte, fühlte ich mich erstmals erfolgreich.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
1993 hätte ich die Möglichkeit einer festen Anstellung als Oberarzt im Krankenhaus wahrnehmen können, doch ich habe mich für die Zahnmedizin entschieden.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Mein damaliger Oberarzt in der Zeit meiner Krankenhaustätigkeit hat mich spüren lassen, was es heißt, unter jemanden zu arbeiten, der viele seiner Arbeiten auf einen abwälzt. Diese Erfahrung trug auch zu meiner Entscheidung bei, keine Anstellung im Krankenhaus anzustreben, denn in welcher Position ich dort auch immer tätig wäre, ich würde immer die Nummer zwei sein und Aufgaben wahrnehmen müssen, die eigentlich nicht meine sind. Sehr positiv hat mich mein Professor der Zahnarztausbildung geprägt, und zwar aufgrund seines umfassenden Medizinverständnisses.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Die Krankenkassenverträge sind so angelegt, daß viele Zahnärzte auf Masse arbeiten müssen, um die notwendigen Umsätze zu erwirtschaften, und das geht zu Lasten der Patienten. Bei einigen sind es die Privatpatienten, die eigentlich die Ordination erhalten, und das wiederum bringt einige in Verruf, zu kostspielig zu sein. Ich arbeite auf der absoluten Niedrigpreisschiene, da Eisenkappel zu den einkommensschwachen grenznahen Regionen zählt, leide aber trotzdem unter der Meinung, daß mein Angebot teuer ist, und muß mich ständig dazu äußern.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Ich habe ein seit Jahren eingespieltes, sehr kompetentes Team, das wesentlichen Anteil am Erfolg hat.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Lehrlinge lasse ich eine zweiwöchige Schnupperlehre machen. In einer Teambesprechung wird über jede Bewerberin gesprochen und festgelegt, welche für eine Ausbildung in Frage kommt. Ich lege großen Wert auf ein gepflegtes Äußeres, und ein gewisses Niveau muß ebenfalls vorhanden sein.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Wir können das gesamte Spektrum der Zahnmedizin anbieten. Dazu kommen die hohe Kompetenz meiner Mitarbeiter und das Engagement den Patienten gegenüber.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Ich besuche regelmäßig Seminare und Kurse. Es sind auch längerfristige Ausbildungskurse darunter, wie z.B. die Kieferorthopädieausbildung, die ein Jahr dauerte. Im Schnitt sind es sicher 50 Stunden im Jahr, die ich für Fortbildung aufwende.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Wenn man sich konkrete Ziele setzt und diese erreichen will, wird es auch gelingen. Wichtig ist, daß man sein Ziel für sich formuliert, um eventuelle Fehleinschätzungen zu erkennen und Korrekturen vorzunehmen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte die Ordinationen so erhalten, wie sie jetzt sind, und meine Schulden in den nächsten Jahren tilgen. Ist das geschafft, möchte ich die Arbeit etwas reduzieren, ohne aber meinen Lebensstandard zurückschrauben zu müssen.
Ihr Lebensmotto?
Den Tag nehmen, wie er kommt.