Zum Erfolg von Brian Johnston
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, etwas zu schaffen, das die Gäste spürbar zufrieden stellt und auch für uns befriedigend ist.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, denn wir haben viel aufgebaut und geschaffen. Allein in diesem Haus haben wir binnen eineinhalb Jahren das Hotel so verwandelt, daß die Gäste zurückkommen und sich lobend äußern, daß sie sich wie zuhause gefühlt haben.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Ich denke, es ist unsere persönliche Grundeinstellung zur Arbeit und zu den Leuten, die wir beschäftigen. Wir gehen ihnen als Vorbild voran.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Tägliche Routinearbeiten werden sofort erledigt, es wird nichts aufgeschoben. Alles andere wird genau geplant.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
In dem Moment, wo ich mein erstes Ziel erreicht hatte, fühlte ich mich erfolgreich und war zuversichtlich für die Zukunft. Ich hatte vor, mit 30 Jahren als Direktor zu arbeiten, und das habe ich mit 28 schon geschafft.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Eine der wichtigsten Aufgaben war mein Jahr in Ostdeutschland, da mußten wir unter extremen Bedingungen unsere Aufgaben erfüllen, und auch das haben wir gemeistert.Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Meine Frau Gabriela. Gerade in diesem Beruf braucht man einen Partner, mit dem man den Weg gemeinsam beschreitet, sonst kann man sehr schnell scheitern. Wir haben gelernt, unsere Aufgaben zu teilen und arbeiten konsequent in den Bereichen, in denen unsere Stärken liegen.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Das Schönste ist, wenn Anerkennung von den Mitarbeitern kommt. Wir haben fünf Leute aus Lienz in die Selbständigkeit mitgenommen. Sie wußten damals nicht, worauf sie sich einließen, und haben uns einfach vertraut.Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst? Das Image der Hotelbranche ist nicht das, was es sein könnte, daher ist es schwierig, Nachwuchs zu bekommen.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Die Kranichbeger im Ort sehen uns bestimmt positiv, sie sind froh, daß wir hier sind und das Haus wieder auf die Beine gestellt haben.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Ohne gute, verläßliche Mitarbeiter funktioniert es nicht. Sie bekommen von uns hundertprozentiges Vertrauen und geben es dieses auch wieder zurück.Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? Bewerber sollten funkelnde Augen haben und begeisterungsfähig sein.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Wir motivieren mit unserer Vorbildwirkung.Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Es ist die einzigartige Lage und die sehr gelungene Kombination von alt und neu. Das Haus hat ein tolles Ambiente, wurde etwa 1260 gebaut und erreichte 1715 die größte Ausdehnung.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich betrachte meinen Beruf als Hobby, wir sind beide immer gemeinsam im Betrieb und vereinbaren alles hervorragend.Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Für meine Weiterbildung verwende ich etwa eine Woche im Jahr, ich besuche Seminare im Bereich Finance Controlling sowie Buchhaltungskurse.Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Man sollte jede Möglichkeit nutzen, um ins Berufsleben zu schnuppern. Wir bieten laufend Schnupperwochen an, und wenn man das richtige Bauchgefühl verspürt, sollte man ordentlich zupacken.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich habe vor, dieses Haus zum Leitbild der Region zu entwickeln und zum besten Seminarhotel Österreichs zu machen.