Zum Erfolg von Susanne Pichler
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, in der Region vor allem bei den Winzern anerkannt zu sein, die die angebotenen Dienstleistungen auch annehmen.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Seit mehreren Jahren führe ich den Kampf gegen die Schließung der Weinbauschule, 1987 begann meine erfolgreiche Tätigkeit, es kostete mich jedoch unheimlich viel Kraft und Mühe, gegen die negativen Stimmen vorzugehen. Heute habe ich das geschafft.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Ich nehme an, daß es anerkannt und geschätzt wird, daß ich selbst aus einer Winzerfamilie stamme, sehr bekannt bin und keine Arbeit scheue.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Die Herausforderungen bewältige ich, indem ich aus der Familie und meinem Freundeskreis Kraft schöpfe, Schritt für Schritt vorwärts gehe und so immer Teilerfolge verzeichnen kann.Ist es für Sie als Frau in der Wirtschaft schwieriger, erfolgreich zu sein? Am Beginn war es sicherlich schwierig, als Frau in dieser Position anerkannt zu werden. Heute gibt es keine Probleme, im Gegenteil, meine umsorgende und verständnisvolle Betreuung wird geschätzt und anerkannt.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Ich mußte erst meine Vorlieben und besonderen Kenntnisse eruieren, zum Beispiel in der Fachberatung. Als ich vor zehn Jahren mit den Kursen und Abendveranstaltungen begann, empfand ich mich als erfolgreich. Mit der Übernahme der Leitung der Fachschule im Jahr 2000 fühlte ich mich in meinem Erfolg bestätigt. .
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Ich betreute die Zierfandler Hauergesellschaft als Geschäftsführerin und baute in der Schule Klassen zu einem Heurigenlokal um, das an Winzer vermietet wird. Diese Öffnung zur Praxisnähe war eine sehr gute Entscheidung.Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Die Familie Bartmann war mir immer hilfreich zugetan. Herr Ing. Josef Bartmann war an unserer Schule tätig und hat mich speziell im Weinlabor unterwiesen. Seine Frau hat mich vor allem in familiärer Hinsicht unterstützt.Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst? Ein Problem sehe ich in vielen Weinbaubetrieben unserer Region, die ihren Weinanbau nicht so hegen und pflegen, wie ich mir das wünsche. Ich strebe danach, daß in unserer Region alle Weine gleich gut beurteilt werden.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Man sieht mich als Frau, die weiß, was sie will, und sich nicht scheut, in eine Männerdomäne einzudringen.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Mitarbeiter sind sehr wichtig, der Erfolg eines Landesbetriebes steht und fällt mit den Mitarbeitern. Verwaltungstechnisch, organisatorisch und im Verkauf brauche ich absolut gute und verläßliche Mitarbeiter.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Wenn möglich, beziehe ich meine Kinder bei Veranstaltungen mit ein. Mein jüngerer Sohn ist jetzt eineinhalb Jahre alt und hat eine gute Tagesmutter.Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Für die Weiterbildung veranschlage ich derzeit maximal eine Woche jährlich, sie betrifft hauptsächlich pädagogische Fächer, aber auch neue Behandlungsmethoden und Weinbaumittel.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Mein Ziel wäre, dieses Weinzentrum in Gumpoldskirchen nach Möglichkeit in der Region zu erhalten.
Ihr Lebensmotto?
Nimm jeden Tag als neue Herausforderung !