Zum Erfolg von Uli Kousek-Alfons
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg ist für mich die persönliche Bestätigung für die Arbeit, die ich leiste.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja! Ich habe meine gesteckten Ziele alle erreicht und es gibt keine Stagnation. Wir befinden uns ja mitten in einem Wandel der Wirtschaft, und auf die neuen Marktbedürfnisse muß reagiert werden.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Vieles liegt an unserem Elternhaus, unserer Erziehung und unserem Leben, das immer mit dem Geschäft verknüpft war, wobei das Geschäft nicht nur Arbeit bedeutete, sondern auch Freude. Natürlich ist auch die finanzielle und familiäre Sicherheit ein wesentlicher Faktor, um Erfolg zu haben aber ausschlaggebend war wahrscheinlich die Umsetzung meines Erfolgs durch persönliche Überzeugung.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Meine Entscheidungen erfolgen größtenteils aus dem Bauch heraus.Ist es für Sie als Frau in der Wirtschaft schwieriger, erfolgreich zu sein? Ja, obwohl es Frauen heute nicht mehr so schwer haben, da bereits ein Umdenken erfolgt ist, aber als ich ins Berufsleben einstieg, herrschten noch starke Vorurteile, was Frauen in höheren Positionen betrifft, ganz besonders in technischen Berufen - es wurde einfach nicht anerkannt, daß Frauen ebenso fachlich qualifiziert sein können.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Das war in jenem Moment, als wir beschlossen die Boutique zu machen und das Konzept funktioniert hat.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Als ich mich entschied nach der Scheidung ohne familiäre Unterstützung wieder ins Berufsleben einzusteigen.Gibt es jemanden, der Ihren Lebensweg besonders geprägt hat? Mein Bruder, er war und ist mein großes Vorbild. Doch gab es auch einen langjährigen Freund, Ing. Roland Pirkner, der leider schon verstorbene Chef der Wibeba, der mir in meinen Anfangszeiten in Baden sehr viele wichtige Kontakte mit den maßgeblichen Persönlichkeiten der Stadt ermöglichte.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Abgesehen von der stetigen Erweiterung unseres Kundenstocks wird mein Engagement in der Stadt von den anderen Badener Geschäftsleuten honoriert und unterstützt.Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst? Jeder glaubt, billiger zu werden, ist ein Allheilmittel, ich bin der Auffassung, das ist eine Spirale nach unten, und die Hauptleidtragenden sind die Mittelbetriebe, denn die kleinen können mit Nischenangeboten und Persönlichkeit auch bestehen.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Es gibt kein erfolgreiches Unternehmen ohne gute Mitarbeiter, die Mitarbeiter sind mitunter wichtiger als der Chef.Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? Das Elternhaus ist das ausschlaggebende Kriterium. Denn viele unserer Mitarbeiter wachsen schon als Lehrling in das Unternehmen hinein. Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Wir sind ein Familienunternehmen, aber jeder von uns hat intern seinen eigenverantwortlichen Zuständigkeitsbereich und wir arbeiten Hand in Hand. Das gibt eine sehr starke Sicherheit und ist definitiv die Stärke unseres Unternehmens und unser Erfolgsrezept. Wichtig ist die Persönlichkeit, die für das Unternehmen steht und unsere Boutique, die in Österreich einzigartig ist, sie bietet neben der üblichen Elektroware wie Glühbirnen u.ä. einerseits exquisite Elektrogeräte und andererseits exquisite Accessoires, die mit Tischkultur zu tun haben. Grundvoraussetzung jedoch ist, daß die Produkte auch eine spezifische Funktion haben.Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Konkurrenz gibt es immer, eine gesunde Konkurrenz ist sogar notwendig. Doch versuche ich, und das ist ein Stil, der sich hier in Baden allgemein durchsetzt, niemandem zu schaden, letztendlich arbeiten wir alle zusammen.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Also ich habe kein Privatleben in diesem Sinne, mein Arbeitsleben und mein Privatleben waren immer das Gleiche. Wobei ich aber doch immer wieder Zeit für meinen Sohn fand und wir auch heute noch ein sehr inniges Verhältnis haben, sogar unser Freundeskreis ist der gleiche.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Wir sind gerade in der Umstellung, um die neuen Marktbedürfnisse zu befriedigen. Das heißt dem Kunden die immer wieder anfallende, unvermeidbare Wartezeit mit Computerpräsentationen so schmackhaft zu machen, daß er diese nicht mehr als Negativum empfindet. Dieses Projekt ist jetzt gerade in Ausarbeitung. Meine Haupmotivation allerdings ist es, das Unternehmen dorthin zu führen, daß es für unsere Kinder attraktiv ist.