Zum Erfolg von Robert Meixner
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Als Erfolg sehe ich an, wenn ich ein notwendiges Projekt persönlich mitgestalten kann, um es in der Folge positiv abzuschließen. Das Ziel wird erreicht, das ist Erfolg. Der persönliche Erfolg findet in dem Maße statt, in welchem man die eigenen Wünsche realisieren kann.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ich sehe meine Erfolge projektbezogen, und da ich die gesteckten Ziele meist auch erreiche, sehe ich mich als erfolgreich. Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Ausschlaggebend sind die Freude, der Wille sowie die Beständigkeit, sich zu engagieren. Innerhalb der Aufgabe ist es mein gestalterischer Wille, die Teams gruppendynamisch wirken zu lassen, zu leiten und zu motivieren.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Herausforderungen begegne ich mit sorgfältiger Planung, Transparenz und durchdachter Organisation. Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Sehr prägend war die Zusammenarbeit mit Herrn Oberrettungsrat Direktor i.R. Friedrich Kuttner, meinem väterlichen Freund und Vorbild.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Anerkennung erfahre ich vor allem von der Mannschaft, aber natürlich auch durch meine Patienten. Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst? Ein Problem im Rettungswesen ist, daß die Finanzierung dieser Dienstleistung immer schwieriger wird. Wir müssen also durch diverse Aktionen und Spendenaufrufe ständig in der Öffentlichkeit präsent sein. Kommen keine finanziellen Mittel mehr aus der Bevölkerung, steht in Niederösterreich der Rettungsdienst still.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Die Reaktionen sind unterschiedlich. Einerseits fragt man mich, warum ich mir das antue, andererseits sagt man, es ist gut, daß es Menschen wie mich gibt, die sich in solchem Maß ehrenamtlich engagieren. Von meinem privaten Umfeld, vor allem der Familie, gibt es ein breites Verständnis für mein doppeltes Engagement im Krankenhaus wie auch beim Roten Kreuz.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Ohne motivierte Mitarbeiter könnte das System nicht funktionieren. Sie sind das Um und Auf für eine humanitäre Organisation wie das Rote Kreuz. Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? Der Stil einer Bewerbung wird bewertet, Gespräche finden statt, der Mitarbeiter wird nach seiner Sozialkompetenz eingesetzt.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Meine Mitarbeiter genießen Entscheidungsfreiheit und können das System mitgestalten. Teamarbeit und Gruppendynamik werden bei uns groß geschrieben. Etwas, das von einer Gruppe entwickelt worden ist, wird auch von der Gruppe getragen.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Ich glaube, daß man mich als rund um die Uhr verfügbare Integrationsfigur sieht. Dazu kommt noch, daß ich nach wie vor den gleichen Dienst verrichte wie meine Mitarbeiter, ich sitze im Notarztwagen, im Rettungstransportwagen und im Notarzthubschrauber. Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Das Rote Kreuz ist ein ausschließlich sozial orientierter Vereinsbetrieb, welcher kompetent sehr viele soziale Dienstleistungen anbietet. Wir sind eine Non-Profit-Organisation, eine Gesundheitsversorgungseinrichtung.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich trenne die beiden Bereiche nach allen Möglichkeiten und hole mir im privaten Bereich die notwendige Kraft für meine soziale Aufgabe. Ich habe gelernt, abzuschalten. Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Durch die Jahre hindurch habe ich mich beruflich und fachlich umfassend weitergebildet, wobei diese Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sehr zeitintensiv waren. Neben vielen anderen, fachlich notwendigen Weiterbildungsschritten sind die Sonderausbildung für leitendes Krankenpflegepersonal, Stationsführungskurs an der Akademie für höhere Fortbildung in der Pflege in Mödling, weiters die Weiterbildung zur Fachkraft für Qualitätsmanagement in der Pflege und das Riskmanagement in der Gesundheits- und Krankenpflege nennenswert. Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Offene Fragen sind im Gespräch immer gemeinsam zu lösen. Denkt nicht nur an euch selbst, sondern auch an andere Menschen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Das ständige große Ziel ist es, die Finanzierung der Dienstleistung des Roten Kreuzes sicherzustellen. Außerdem muß die Anzahl der Freiwilligen im bestehenden Ausmaß erhalten bleiben, was nicht einfach ist. Anders als noch in meiner Generation ist den jungen Leuten heutzutage der Aspekt des ehrenamtlichen Helfens nicht mehr so wichtig. Alle Vereine kämpfen inzwischen mit Nachwuchsproblemen.
Ihr Lebensmotto?
Niemals aufgeben.