Zum Erfolg von Dieter Scheidl
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg heißt für mich, ständig neue Visionen zu haben und zu hinterfragen, ob diese auch erreicht werden können. Erfolg heißt für mich auch, im Umfeld der Mitarbeiter positive Rückmeldungen zu erhalten.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Da ich ein sehr selbstkritischer Mensch bin, würde ich diese Frage eher mit Jein beantworten.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Wichtig ist für mich eine große Portion Optimismus, Zielstrebigkeit, Durchsetzungsvermögen sowie ein gutes Verhältnis zu den Mitarbeitern.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Das erste Schlüsselerlebnis war für mich der Abschluß des Studiums, speziell vor dem Hintergrund meiner intensiven Arbeitstätigkeit. Weitere wichtige Erfolgserlebnisse waren die abgeschlossene Implementierung des Geschäftsfeldes B2C-Finanzierungen bei der Siemens Leasing GmbH sowie zuletzt der Einstieg in die Geschäftsführung in relativ kurzer Zeit.Gibt es jemand der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? In der Tat prägte mich mein Freund Felix Stefely, Pädagoge und ehemaliger Vorgesetzter, sehr. Er lehrte mich, wie man umsichtig mit Menschen umgeht und gezielt seine Führungsfähigkeiten einsetzt. Die zweite Person, an die ich mich als Vorbild erinnere, ist Hans Joachim Doritsch, mein ehemaliger Geschäftsführer und momentaner Bereichsleiter bei der Siemens AG, den ich als Mentor betrachte und der mittlerweile zu einem guten Freund wurde.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
In beruflicher Hinsicht erhalte ich Anerkennung vom Headquarter in München. Die positiven Reaktionen gebe ich auch immer gerne an meine Mitarbeiter weiter.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Da wir doch ein relativ kleines Unternehmen sind, spielt jeder einzelne Mitarbeiter eine sehr große Rolle. Jeder hat sehr selbständig zu agieren. Ich räume auch jedem Mitarbeiter seine Freiräume ein und schaffe dadurch Vertrauen.Nach welchen Kriterien wählen Sie Ihre Mitarbeiter aus? Natürlich werfe ich ein Augenmerk auf die nötige Ausbildung, aber auf Schulnoten lege ich überhaupt keinen Wert. Was mich eher interessiert sind Auffälligkeiten, wie zum Beispiel schlechte Betragensnoten, da ich von mir selbst weiß, daß ich nicht der Bravste war und dahinter besondere Fähigkeiten verborgen sein können. Einen solchen Kollegen zu zähmen, kann ein großer Gewinn für das Unternehmen sein. Ferner setze ich hohe Eigenständigkeit und unternehmerisches Denken voraus.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich versuche ein möglichst angenehmes Klima zu schaffen, in welchem man agieren kann, bemühe mich um monatliche Einzelgespräche und gebe stets positive Reflexionen an meine Mitarbeiter weiter. Wichtig ist auch die Fähigkeit, negative Kritik formulieren und weitergeben zu können. Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Die Stärken liegen zunächst in der Form des Absatzweges des Vertriebs, wo die Abwicklung vereinfacht wird. Auch zählt die Form der Finanzierungsprodukte, die für die Technologieprodukte durchaus geeigneter ist als bei anderen Anbietern, zu unseren Vorzügen.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Mein Privatleben ist mir sehr wichtig, auch vor dem Hintergrund, daß ich sportlich sehr ambitioniert bin und mindestens zehn bis 15 Stunden Sport pro Woche betreibe. Ferner bin ich verheiratet und habe einen Sohn, daher treten die Schlafzeiten eher in den Hintergrund. Aber grundsätzlich versuche ich, zumindest an einem Tag in der Woche das Büro zu einer adäquaten Zeit zu verlassen und mich meiner Familie oder meinen Hobbys zu widmen. Aus diesem Grund arbeite ich auch nicht am Wochenende, da es für mich sehr wichtig ist, in der Freizeit komplett abzuschalten, denn das schafft den nötigen Ausgleich.Welche Ziele haben Sie Sich gesteckt? Da ich der Meinung bin, daß man sich alle drei bis vier Jahre neuen Aufgaben zuwenden sollte, ist es mein Ziel in anderen Bereichen - wie zum Beispiel Hauptfinanzen - neue Aufgaben anzunehmen, um meinen eigenen Horizont zu erweitern.
Ihr Lebensmotto?
Lebe jeden Tag und schau nach vorne!