Zum Erfolg von Sascha Dastl
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich Mitarbeitern den Weg zu ihrem Erfolg zu zeigen! In früheren Zeiten waren dafür ausschließlich Talent und Fleiß ausschlaggebend. Gegenwärtig und auch zukünftig sollte der Mitarbeiter aber auch mit digitalen Medien umgehen können und auch rhetorisch versiert sein. Wenn Mitarbeiter mit meiner Unterstützung Erfolg feiern, dann sehe ich mich auch als erfolgreich.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Die Tatsache, dass ich im Unternehmen einiges bewegen konnte und ich deshalb nach 25 Jahren in dieser Branche noch immer im gleichen Unternehmen tätig bin, macht meinen Erfolg deutlich.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Flexibilität, Leistungsbereitschaft und die fachliche Kompetenz sind jene Faktoren, welche für meine Karriere von großer Bedeutung waren. Kommunikation und Empathie erachte ich in unserem Metier ebenfalls als bedeutend. Meiner Erfahrung nach darf man in einer Führungsposition nicht auf die Uhr schauen, denn die sich ständig verändernden gesetzlichen Auflagen und Produktparameter erfordern permanente Fortbildung. In den Jahren der sogenannten Finanzkrise wurden seitens mancher Produktanbieter Informationen veröffentlicht, welche man im Nachhinein als fahrlässig bezeichnen könnte. Dass unser Unternehmen diese Zeit gut überstanden hat, sehe ich als Erfolg!
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Permanent müssen wir uns mit den gesetzlichen Neuerungen beschäftigen und diese den Mitarbeitern auch näher bringen. Zur Mitarbeiterförderung zählt auch soziale Verantwortung. Ich verstehe darunter vor allem Maßnahmen zu setzen, die den Mitarbeiter dazu befähigen, seinen Herausforderungen des beruflichen Alltags gewachsen zu sein. Dies kann durch Fortbildung, oder Setzen entsprechender Rahmenbedingungen erfolgen, was eine immerwährende große Herausforderung darstellt, die wir aber immer wieder sehr gut meistern.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Ein positives Glücksgefühl hatte ich, nachdem ich die Matura ablegte. Kleinere Erfolge hat man ständig, und dies formt auch die eigene Persönlichkeit. Der nächste erfolgreiche Schritt war der Wechsel vom Techniker in das Beratermetier. Ebenso sah ich einen Erfolg darin, einzelne Schritte auf der Karriereleiter innerhalb dieses Unternehmens zu erklimmen. Der Aufstieg fand seinen Abschluss in der Funktion des Senior-Landesdirektors.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Bereits in sehr jungen Jahren hat mich mein Großvater sehr beeindruckt; neben seinem Hauptberuf führte er einen Kleingetränkehandel. Dabei lernte ich sehr schnell, dass der Zeitfaktor eine wesentliche Rolle spielt um erfolgreich zu werden.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Ich erfahre vor allem durch die Firma sehr viel Anerkennung. Ich glaube, dass viele Menschen bereit sind, Außergewöhnliches zu leisten, wenn sie dafür Anerkennung und Wertschätzung erhalten.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Grundsätzlich ist in der Finanzdienstleistung alles streng geregelt und von der Finanzmarktaufsicht kontrolliert, aber ich meine, dass der Gesetzgeber bessere Vorsorgeoptionen schaffen und auch Unternehmen bei Steuermodellen und Investitionsmöglichkeiten entgegenkommen sollte.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Für jeden Einsteiger in unserem Unternehmen gibt es ein Bewerbungsverfahren, welches den Einstellungsprozess und auch das Ausbildungsprogramm beeinflusst. In der Praxis zeigt es sich allerdings erst, ob der oder die Mitarbeiter/in die Anforderungen erfüllt oder nicht. Persönlichkeit, Verlässlichkeit und Loyalität sind für uns Parameter für den Erfolg. Den fachlichen Bereich kann man erlernen; soziale Kompetenz hat man oder hat sie nicht!
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich lasse meine Mitarbeiter Helden sein. Die wirklich Erfolgreichen stehen im Hintergrund und überlassen die Lorbeeren den anderen. Es ist wichtig, die Mitarbeiter auch einmal im Rampenlicht stehen zu lassen, allerdings sollte man die Zügel nicht zu schnell aus der Hand geben und immer bereit sein, Hilfe zu leisten. Es ist mir wichtig individuelle Motive zu erkennen, denn jeder Mitarbeiter ist ein Individuum. Daher gibt es auch keine pauschale Motivation, man muss sich auf jeden Mitarbeiter einstellen und herausfinden, wie man ihn bewegen kann. Auf Grund meiner Erfahrung behaupte ich, dass Lob ein entscheidender Faktor ist Mitarbeiter zu motivieren. Leider ist es eine Tatsache, dass in der heutigen Zeit das Wort „Lob" bereits ein Fremdwort für viele Mitmenschen geworden ist. Im Schulsystem und zwar ab der Oberstufe werden die Schüler mit „Sie" angesprochen und damit schafft man eine Distanz und Lob gibt es ab diesem Zeitpunkt so gut wie nie. Im Berufsleben gehört das Lob unbedingt dazu, sofern es gerechtfertigt ist, um den Mitarbeiter auch in seiner Entwicklung weiter zu bringen.
Wie verhalten Sie sich dem Mitbewerb gegenüber?
Ich akzeptiere Mitbewerber und sie stellen auch die Triebfeder dar, besser sein zu wollen! Ich konzentriere mich aber auf den Ausbau unserer Stärken und nicht auf Mitbewerber.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Wir stehen für langfristige, themenübergreifende und vor allem kundenorientierte Allfinanzberatung. Wir begleiten unsere Kunden über viele Jahre mit bedarfsgerechten, an die jeweilige Lebensphase angepassten Absicherungs- und Vorsorgekonzepten und beraten in allen Bereichen der Finanzdienstleitungen - persönlich, qualifiziert und transparent. Wir richten unser Augenmerk darauf, Bewährtes erfolgreich mit Neuem zu vereinen. Auch die Digitalisierung werden wir nutzen um unser Service noch weiter zu optimieren.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Wie für jeden Menschen in einer Führungsposition ist das für mich sehr schwierig. Zum einen spielt die Toleranz meiner Partnerin eine große Rolle, andererseits ist es wichtig, die knappe Zeit intensiv zu nutzen und mich ihr zu widmen.
Wie viel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Im fachlichen Bereich ist ständige Fortbildung mehr als wichtig, weil es laufend neue Produkte gibt. Zur Verbesserung der Mitarbeiterführung existiert innerhalb der OBV eine eigene Führungsakademie, die alle Führungskräfte in gewissen Zeitabständen besuchen. Neben den gesetzlich vorgegebenen Schulungszeiten lernt man aber in der Praxis ebenso laufend dazu; somit ist es ein permanenter Prozess.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Wer bei uns seine berufliche Zukunft sieht, sollte sich primär für das Thema „Geld und Finanzen" interessieren. Das tägliche Arbeiten mit diesem Thema ist das Um- und Auf unseres Tun und Handelns. Ebenso sollte man Freude daran haben, anderen Mitmenschen etwas Gutes zu tun. Auch die Fähigkeit sich in sein vis-a-vis hineinzuversetzen, sollte man besitzen. Dazu gehört auch der Begriff des „Aktiven Zuhörens". Allerdings arbeiten wir zu Zeiten, wo viele Mitmenschen die Freizeit genießen und dies schreckt sehr viele interessierte Bewerber ab. Die Zukunftsaussichten sehe ich für unser Metier sehr gut, denn unsere Branche benötigt qualifizierten Nachwuchs. Leider gibt es sehr wenig Nachwuchs! Auf Grund der aktuellen Gesetzeslage ist es für Bewerber, welche in einem artverwandten Beruf tätig sind, nicht so einfach in unser Metier zu wechseln. Dabei werden sehr viele Personen abgeschreckt und es wäre sinnvoll, wenn der Gesetzgeber dafür Sorge trägt, dass die Vorschriften gelockert werden.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Einerseits wollen wir unseren bisher erfolgreichen Weg weiterführen und die Kunden in allen Bereichen unterstützen. Andererseits konzentrieren wir uns auf die Thematik der Digitalisierung, welche sowohl für den Kunden als auch für uns eine Vielzahl an Verbesserungen liefern wird.
Ihr Lebensmotto?
Erfolg macht Spaß!