Zum Erfolg von Gerlinde Latzelsperger
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Ich messe meinen Erfolg weniger in Zahlen, doch Beruf und Familie integrieren zu können, und qualitätsvolle Arbeit zu leisten bedeutet für mich Erfolg.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, ich bin sehr zufrieden mit meiner Situation. Es ist mir gelungen, auch ohne Kassenvertag die Ordination wirtschaftlich erfolgreich zu führen. Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Eine gute, fundierte Ausbildung im Krankenhaus der Elisabethinen und die Möglichkeit, mich hier im Ärztezentrum Gallneukirchen niederzulassen.Ist es für Sie als Frau in der Wirtschaft schwieriger, erfolgreich zu sein? Nein, ich denke, gerade für die Dermatologie sind Frauen prädestiniert.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Die Entscheidung, mich als Fachärztin niederzulassen war eine Richtige. Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Ich stamme aus einfachen Verhältnissen, doch meinen Eltern war unsere Ausbildung viel wert und ich habe gelernt, daß man Ziele nur durch Leistung erreichen kann. Mein Mann hat mich in der Praxisgründungszeit sehr unterstützt, besonders in Fragen der EDV und Betriebswirtschaft.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Es war damals schön, zur Oberärztin bestellt zu werden, heute sind es zufriedene Patienten, die mich durch ihre Weiterempfehlung anerkennen.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Eine große. Ich habe das Glück mit mir vertrauten Mitarbeitern, die fachlich top sind, arbeiten zu können.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich brauche nicht extra motivieren, es gab in vier Jahren keinen einzigen Krankenstand. Wir pflegen einen freundschaftlichen Umgang und halten unserern Betriebsausflug und die Weihnachtsfeiern mit den Familien ab. Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Als Wahlärztin kann ich mir für den einzelnen Patienten wirklich Zeit nehmen, wir sind sehr freundlich und bei Terminen flexibel. Ich operiere auch gerne und mache hautchirurgische Eingriffe und Methoden wie Photoepilation direkt hier in der Ordination.Ich arbeite auch sehr gerne mit Kindern und durch die Anwesenheit eines Kinderarztes hier im Ärztezentrum habe ich einen kompetenten Ansprechpartner. Ebenso kooperiere ich gut mit dem Krankenhaus der Elisabethinnen.Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Das ist kein Problem, ich kenne die Kollegen.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Es ist mir sehr wichtig, daß sich dies gut vereinbaren läßt. Als Fachärztin habe ich keine Bereitschaftsdienste, ich mache nur fallweise Hausbesuche.Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Eigentlich viel, ich besuche mehrmals im Jahr Fachtagungen und Kongresse und lese einiges an fachspezifischer Literatur.Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Was man beginnt, sollte man zu Ende führen. „Geschenkt wird einem nichts, nur mit Konsequenz, Fleiß und Ehrgeiz kommt man weiter.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Es wird in den nächsten Jahren sehr wahrscheinlich darum gehen, die Ordination auch als Kassenpraxis zu führen, diese Herausforderung werde ich gerne annehmen und möchte dabei den Qualitätsstandard halten können.
Ihr Lebensmotto?
Ich möchte immer Freude an der Arbeit haben und für die Menschen, die mir vertrauen, da sein.