Zum Erfolg von Friedrich Stangl
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolgserlebnisse zu haben bedeutet, gesteckte Ziele zu erreichen, wobei auch immer ein wenig Glück dazugehört. Erfolg braucht jeder Mensch, denn er ist der beste Boden für zukünftige Aktivitäten.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
In meiner Lebensbilanz sehe ich mich durchaus als erfolgreich. Dazu gehören für mich eine funktionierende Familie, Akzeptanz von den Nachbarn, Akzeptanz im beruflichen Bereich und als Bürgermeister.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Daß ich bei der Zielformulierung realistisch geblieben bin und auch mit Hausverstand und nicht nur mit Schulwissen gearbeitet habe. Ständiges Rückfragen und die Tatsache, zu sich selbst ehrlich zu sein und Probleme von zwei Seiten zu betrachten.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Zuerst muß man die Herausforderung richtig abschätzen und beurteilen, danach realistische Überlegungen anstellen, wie man sie bewältigen kann.Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein? Der persönlich Eindruck, den man hinterläßt, hat den meisten Einfluß und die größte Nachhaltigkeit. Die Persönlichkeit betreffend setzte ich auf die Originalität.Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Auf politischer und kommunaler Ebene war es die Zusammenarbeit mit Bernhard Zeiser, man hat uns als Wunderteam bezeichnet. Diese gemeinsame Zeit hat mich sehr geprägt hat.Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst? Als ungelöstes Problem bei der politischen Arbeit würde ich bezeichnen, daß es viele Menschen gibt, die man aus ihrer eigenen Vorstellungswelt nicht herauslösen kann, selbst wenn man ihnen hilft. Wenn es bei vielen Menschen nicht nach ihrem eigenen Willen geht, dann akzeptieren sie das nicht. Eine der größten Herausforderungen ist es, Tatsachen so klar zu machen, daß das Gegenüber sie akzeptiert.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Eine viel größere Rolle, als man ihnen oft zubilligt. Der persönliche Erfolg ist davon abhängig, ob die Mitarbeiter hinter einem stehen oder nicht.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Mit gemeinsamen Zielen, Akzeptanz und Lob.Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Die geographische Lage unserer Gemeinde fördert ein stärkeres Wir-Denken. Wir sind sehr stolz darauf, daß wir noch sehr viele landwirtschaftliche Betriebe haben. Wir werden nie eine Industrie- bzw. Gewerbegemeinde sein, auch keine Tourismusgemeinde in diesem Sinne, wir sind und wollen eine Landgemeinde sein.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Es war und ist nicht immer leicht. Durch die Akzeptanz meiner Frau hat es sich vereinbaren lassen, aber es ist oft auch eine Gratwanderung. Die Freiräume, die ich habe, versuche ich gut zu nutzen. Mein Hobby ist der Segelsport, Wasser beruhigt. Seit 20 Jahren hat mir dieser Sport sehr viel Motivation, Ablenkung und auch Bildung vermittelt.Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Fortbildung nehme ich sehr ernst. Als Sachverständiger besuche ich neben der Lektüre von Fachliteratur regelmäßig drei bis vier Seminare pro Jahr. Auch in meiner Funktion als Bürgermeister besuche ich viele Veranstaltungen, um für meine Gemeinde am neuesten Stand zu sein.Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Wenn man sich hohe Ziele setzt, dann muß einem bewußt sein, daß man sich voll und ganz dafür engagieren muß. Den gesunden Hausverstand sollte man bei allem Wissen nie verlieren, ebenso sollte man Respekt vor den anderen Menschen - trotz aller Gegensätze - haben, das beginnt bereits in der Familie. Einen Ausgleich zum Beruf zu haben, halte ich auch für sehr wichtig, für mich, wie gesagt, der Segelsport. Dieser Sport bietet große Erfolgserlebnisse, man lernt mit der Natur und nicht gegen die Natur zu leben. Es ist eine Lebensschule, die ich jedem jungen Menschen empfehlen möchte. Alle guten Segler sind sehr erfolgreiche Menschen, da man gewisse Lebensgrundlagen mit diesem Sport lernt.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Für den Rest meines Lebens möchte ich im Wissen immer aktuell bleiben. Als Sachverständiger möchte ich noch rund drei Jahre bis zur Pension arbeiten. Im Sinne der Gemeinde - die Gemeinderatswahlen stehen nächstes Jahr vor der Tür - möchte ich wieder kandidieren. Ich habe noch das Feuer in mir, welches man für diese Aufgabe braucht. Das wichtigste Ziel für die Gemeinde ist es, daß wir unsere Identität und Selbständigkeit erhalten.
Ihr Lebensmotto?
Nutze den Tag und freue Dich des Lebens.